Burgdorfer A-Jugend empfägt Füchse Berlin

Jubel auf der Bank von Handball Hannover Burgwedel. Die Spieler wollen auch am Sonnabend an der Ostsee ihre Freude haben. (Foto: Holger Staab)

Nach durchwachsenem Saisonstart will das Team von Trainer Iker Romero wieder punkten / TSV II hat das Topteam HC Empor Rostock zu Gast

ALTKREIS (st). Mit einem äußerst interessanten Heimspiel der TSV Burgdorf gegen die Füchse Berlin Reinickendorf geht die Handballsaison 2019/2020 in der A-Jugend-Bundesliga am kommenden Wochenende in die nächste Runde. In der 3.Liga Nord-Ost reist Handball Hannover Burgwedel an die Ostsee zur HSG Ostsee N/G und die Burgdorfer Ausbildungsmannschaft hat gegen HC Empor Rostock ein Heimspiel. Die beiden Oberligisten aus dem Altkreis Burgdorf können weitere Punkte einspielen. Der Lehrter SV will gegen HSG Nienburg erfolgreich sein und die TSV Burgdorf III versucht beim MTV Vorsfelde einen Sieg zu schaffen.
Am Sonnabend, 5. Oktober, ab 17 Uhr gibt es in der Halle der Gudrun-Pausewang-Schule in Burgdorf tollen Handballsport zu sehen. Die beiden A-Jugendmannschaften der Füchse Berlin Reinickendorf und der TSV Burgdorf werden sich keinen Meter Boden schenken. Beide Teams gehören seit Jahren zur Spitze im deutschen Nachwuchsbereich und kämpfen auch in dieser Spielzeit um einen Platz im vorderen Bereich der Staffel Ost. Die TSV um ihren Trainer Iker Romero konnte in den ersten Partien aber nur durchwachsene Leistungen zeigen und will gegen Berlin trotz 2:4-Startpunkten die Chance auf einen gute Vorrundenplatz erhalten. Wenn sich die jungen Akteure mit einer guten Taktik und einer starken Torquote präsentieren, dann könnten sie die favorisierten Hauptstädter bezwingen.
Für Handball Hannover-Burgwedel zählt am Sonnabend ab 18.30 Uhr bei der HSG Ostsee N/G nur ein Sieg. Die Mannschaft hat bisher zwar Qualitäten gezeigt, ist aber im Angriff oft blass geblieben oder die Chancenverwertung war schwach, wie zuletzt bei der 24:33-Niederlage im Derby gegen HSV Hannover. Beim Abstiegskandidaten an der Ostsee soll das besser werden. Das Trainerduo Marius Kastening und Kay Behnke hat dazu in dieser Woche viel Engagement im Training eingesetzt und Angriffsarbeit geschult. Wenn die Mannschaft sich von ihrer besten Seite zeigt und die Torwarte ihrer Abwehr den Rücken stärken, dann sollte ein doppelter Punktgewinn zu schaffen sein.
Das gilt auch für die TSV Burgdorf II, die aber gegen das Topteam HC Empor Rostock antreten wird. Am Sonnabend ab 19.30 Uhr könnte eine Überraschung gelingen, denn die TSV ist jederzeit für einen Sieg auch gegen starke Mannschaften gut. Die Rostocker haben nach der Meisterschaft in der vergangenen Serie nochmal einige Neuzugänge eingekauft. Mit Jaris Tobeler aus der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt, Per Oke Kohnagel von HC Oranienburg, Jonas Ottsen von VfL Lübeck Bad Schwartau und Ole Dieringer vom TSV Altenholz kamen vier neue Spieler in den Kader. Andre Neuser (Bayer Dormagen), Ole Schramm (Sélestat AHB/Frankreich) und Michael Höwt (Doberaner SV) verließen den Verein. Trainer Till Wiechers hat als Ziel die erneute Meisterschaft ausgegeben. Das wird in dieser starken Staffel schwer sein, aber die Rostocker sind ambitioniert und haben gute Einzelspieler in ihrem Kader. Die TSV kann dagegen nur die jungen Talente entgegensetzen. Trainer Heidmar Felixson will aber, dass sich seine Spieler weiterentwickeln und setzt am Sonnabend voll auf Angriff. In eigener Halle könnten Malte Donker und seine Mitspieler einen Lauf haben und dann wird es für eine erfahrene Mannschaft schwer, die Nachwuchsrecken zu bezwingen.
In der Oberliga Niedersachsen wird der 5. Spieltag bereits am morgigen Feiertag, Donnerstag, 3. Oktober, ab 17 Uhr gestartet. Die TSV Burgdorf III gastiert beim MTV Vorsfelde und wird sich auf harte Gegenwehr einstellen müssen. Die junge Mannschaft um Trainer Sven Gennburg ist ohne Punktgewinn Tabellenletzter und klarer Außenseiter, will aber eine gute Vorstellung geben. Vizemeister Vorsfelde will in dieser Spielzeit die Meisterschaft feiern und geht engagiert ins Spiel. Die TSV konnte in der vergangenen Saison aber mit 3:1-Punkten aus beiden Spielen gegen den MTV Stärke zeigen. Das wollen Amadou Jobe und seine Mitspieler auch diesmal wieder schaffen und sich kämpferisch zeigen.
Für den Lehrter SV ist das Heimspiel am Freitag, 4. Oktober, ab 20.15 Uhr nach dem 31:26-Derbysieg und 8:0-Punkten ein wichtiger Meilenstein zu einem guten Abschneiden in dieser Serie. Gegen die HSG Nienburg könnten zwei weitere Punkte eingespielt werden. Mut macht Trainer Lutz Ewert die Leistung seines Teams in den vergangenen Begegnungen. Die Neuzugänge Tobias Kassner, Lars Schiebler, Yannik Wildt und Nils Hornbach, die alle gute alte Bekannte sind und schon beim LSV aktiv waren, haben sich prächtig in den Kader integriert und sorgen für frischen Wind. Die Nienburger konnten sich in der Saison 2018/2019 zwar auf dem 3. Rang platzieren, sind aber bezwingbar. Gelingt es vor heimsicher Kulisse eine stabile Defensive aufzubauen und im Angriff wichtige Treffer zu erzielen, sollte ein Heimsieg herausspringen.