Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf geht mit drei Neuzugängen in die neue Saison

Der Isländer Olafur Gudmundsson. Hier mit Coach Christopher Nordmeyer, soll bei den Recken aus dem Rückraum für mehr Durchsetzungskraft sorgen. (Foto: st)

Gudmundsson, Christoffersen und Häfner verstärken die "Recken"

BURGDORF (st). Erst Ende August wird für die TSV Hannover-Burgdorf die sechste Saison in der DKB Handball-Bundesliga beginnen. Noch ist die Mannschaft in der verdienten Handballpause, aber im Hintergrund wird eifrig an den Rahmenbedingungen gearbeitet, damit eine optimale Vorbereitung ab dem 14. Juli erfolgen kann. Mit drei Neuzugängen hatte die TSV bereits Ende Mai die Kaderplanungen abgeschlossen und dabei nicht zuletzt mit der Verpflichtung von Nationalspieler Sven-Sören Christophersen für Schlagzeilen gesorgt.
Der MARKTSPIEGEL stellt alle drei Neuzugänge im Detail einmal vor:
Sven-Sören Christophersen ist am 9. Mai 1985 in Lübeck geboren und 1,98 m groß. Der gelernte Bankkaufmann spielt auf den Positionen Rückraum Links und Rückraum Mitte.
Frühere Stationen sind TBV Lemgo, Eintracht Hildesheim, Wilhelmshavener HV, HSG Wetzlar und zuletzt die Füchse Berlin. Seine größte Erfolge mit seinen Teams: DHB-Pokalsieger 2014, 5. Platz WM 2013, Halbfinale Champions League 2012, EHF Cup-Sieger 2006 und Junioren-Europameister 2004.
In seiner Karriere machte er bisher 97 Länderspiele, in denen er 173 Treffer erzielte. Bei den Recken unterschrieb er einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2017. Sein neuer Trainer Christopher Nordmeyer hält viel von seinem neuen Rückraumspieler: „Sven-Sören Christophersen ist eine sehr gute Verpflichtung für uns. Er hat in seiner Bundesliga- und Nationalmannschaftskarriere mit der Teilnahme in der Champions League oder bei internationalen Turnieren reichlich Erfahrung sammeln können, wovon wir als Mannschaft in Zukunft profitieren werden. Sein persönlicher Reifeprozess und seine Qualitäten als Führungskraft werden uns dabei helfen, unser Spielkonzept weiterzuentwickeln.“
Mit Kai Häfner konnte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton einen weiteren Nationalspieler engagieren. Der 24-Jährige hat bei den Niedersachsen einen Kontrakt bis zum 30.06.2016 unterschrieben. Häfner wurde am 10. Juli 1989 in Schwäbisch Gmünd geboren und spielt als Linkshänder auf der Position Rückraum Rechts. Bei einer Größe von 1,92 m bringt der Ex-Balinger 96 kg auf die Waage und konnte in 13 Länderspielen bisher 21 Tore werfen. Die bisherigen Stationen in seiner Handballkarriere sind TSB Schwäbisch Gmünd, TV Bittenfeld, Frisch Auf! Göppingen und HBW Balingen-Weilstetten. Als EHF-Cup-Sieger 2011 und Junioren-Weltmeister 2009 feierte er seine größten Erfolge.
Für Benjamin Chatton ist die Verpflichtung des Linkshänders eine Investition in die Zukunft: „Kai ist ein sehr talentierter, spielstarker Rückraumakteur. Er gehört bereits zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft, ist aber noch nicht am Ende seiner Entwicklung.“
Der dritte Rückraumspieler kommt aus Island und heißt Olafur Gudmundsson. Auch bei ihm bleibt die TSV-Devise erhalten, nachdem entwicklungsfähige Akteure verpflichtet werden, die noch nicht zu den großen Stars der Handballszene gehören und so auch in den finanziellen Rahmen von Hannover-Burgdorf passen.
Gudmundsson wurde am 13. Mai 1990 geboren und ist bei einer Länge von 1,94 m und einem Gewicht von 89 kg auf den Positionen Rückraum Mitte und Rückraum Links einsetzbar. Er Bekam bei den recken einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 und spielte in seiner Laufbahn bisher bei FH Hafnarfjörður, Nordsjælland Håndbold, AG København und zuletzt beim schwedischen Club IFK Kristianstad. Der 24-Jährige Isländer ist Nationalspieler in seinem Heimatland und gehört zu den isländischen Spielern mit viel Entwicklungspotenzial.
Für Gudmundsson kommt der Wechsel zu den Recken genau zum richtigen Zeitpunkt. „Ich denke, dass jetzt der Moment in meiner Karriere gekommen ist, um mich in der stärksten Liga der Welt zu behaupten und mich mit den besten Spielern der Welt zu messen. Ich fühle mich in Kristianstad sehr wohl, aber ich möchte meine sportliche Entwicklung weiter vorantreiben und sehe in Hannover die besten Chancen dafür“, meinte der Isländer zu seinem Wechsel in die DKB Handball-Bundesliga.
Damit wird die TSV auch für die Spielzeit 2014/2015 einen guten, ausgeglichenen und konkurrenzfähigen Kader vorweisen können, der durchaus Möglichkeiten hat, wiederum einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen oder sogar an die Tür des EHF-Cup-Wettbewerbes klopfen kann, wenn nicht wieder so viele Verletzungen auftreten, wie in der vergangenen Saison.