Auf dem Weg ins Mittelfeld

Youngster Martin Hanne, der noch in der A-Jugend spielt, muss die Dreifachbelastung Liqui Moly Bundesliga, 3. Liga und A-Jugendbundesliga verkraften. (Foto: Holger Staab)
 
Trainer Heidmar Felixson will mit der TSV Burgdorf II im neuen Jahr so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. (Foto: Holger Staab)

Die TSV Burgdorf II wurde zum Ende der Hinrunde wach

BURGDORF (st). Nach einigen starken Auftritten in der Saison 2018/2019 ist die Ausbildungsmannschaft der TSV Burgdorf II auch in die Serie 2019/2020 mit Ambitionen gestartet. Allerdings gab es wieder einen Umbruch im Team und Trainer Heidmar Felixson musste mit Maurice Dräger, Steffen Schröter und Johannes Marx drei Akteure an den Ligakonkurrenten Handball Hannover Burgwedel abgeben. Die Spieler wurden durch junge Talente aus den eigenen Reihen ersetzt, die aber zunächst Spiel- und Trainingszeit in der Bundesligamannschaft erhielten und so nur selten in der Zweiten trainieren konnten.
Das fehlende Zusammenspiel konnte nicht kompensiert werden und die Folge war ein schwacher Start in die Saison und nach fünf Spieltagen nur der 14. Tabellenplatz. Außer dem 28:25-Auswärtssieg bei den Füchsen Berlin II gab es vier Niederlagen. Der knappe 25:24-Erfolg bei SV Anhalt Bernburg und das anschließende 29:29-Unentschieden gegen das Topteam HC Empor Rostock machte aber Mut für die kommenden Begegnungen. Leider folgten vier Pleiten in Serie, der Absturz auf den vorletzten Tabellenrang und erst der starke Auftritt beim 31:27-Sieg bei Eintracht Hildesheim stoppte die Talfahrt.
Das Felixson-Team hatte sich jetzt warmgespielt und konnte sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr zulegen. Die junge Mannschaft um Timo Baune und Justus Fischer zeigte, dass sie in die 3. Liga gehört und gewann durch starke Auftritte in den weiteren Begegnungen gegen Hamburg-Barmbeck (35:27), gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin (40:31) und bei der HSG Ostsee (36:30) an Selbstvertrauen.
Die Erfolgsserie wurde durch die bittere 24:30-Derbypleite gegen den Tabellenletzten HH Burgwedel am ersten Rückrundenspieltag unterbrochen. Im letzten Spiel des Jahres gelang beim Oranienburger HC beim 27:30 keine Wiedergutmachung. Mit 13:21-Punkten steht die TSV über den Jahreswechsel auf Position 11 und darf sich nicht zu sicher fühlen. „Wir sind im Soll“, urteilte der TSV-Trainer nach dem Spiel in Oranienburg. „Wir müssen jetzt die Akkus aufladen und dann voll angreifen, um so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt zu holen“, blickt Felixson voraus.
Zum Abschneiden seines Teams kann Trainer Felixson aber insgesamt ein positives Zwischenfazit ziehen. Die Mannschaft hat nach einer langen Anlaufzeit wichtige Punkte herausgespielt. In einigen Spielen setzten sich Bastian Weiß und Co im Angriff gut in Szene und haben dominant die Partien bestimmt. Nach der Begegnung bei der HSG Ostsee monierte der Coach noch die Defensivleistung: „Wir bekommen zu viele und zu leichte Gegentore“. Aber auch daran kann er arbeiten, die Defensive stärken und das Rückzugsverhalten gerade nach Fehlern im Angriff verbessern.
Kommt das Team um Joel Wunsch aber erstmal in Schwung und kann einen Angriffswirbel starten, dann ist die TSV II nur schwer zu halten. Das gilt sowohl gegen Abstiegskandidaten, wie auch gegen Topteams der Liga. Nach der Pause über den Jahreswechsel wird Felixson sein Team ab dem 6. Januar wieder intensiv auf die nächsten Gegner vorbereiten. Das Ziel für den Jahresstart sind einige Punktgewinne, denn die TSVer wollen schnellstens die Klasse sichern, damit sie Überschneidungen der A-Jugend oder Hilfestellungen für die Bundesligamannschaft und damit einen möglichen Aderlass von Spielern gut verkraften können.
Es ist eng in der unteren Tabellenhälfte der Liga und so kann jeder Punkt entscheidend sein. Die Spiele am 11. Januar gegen die Füchse Berlin Reinickendorf II, am 17. Januar beim SC Magdeburg II, am 25. Januar in eigener Halle gegen TuS Vinnhorst und am 31. Januar ebenfalls zu Hause gegen SV Anhalt Bernburg werden bereits erste Aufschlüsse darüber geben, ob die Burgdorfer das Saisonziel Klassenerhalt schnell erreichen können.