Anschluss an die Tabellenspitze ist zu halten

Foto. Landesliga Packende Duelle, wie sie sich im Derby zwischen dem Heeßeler SV und der TSV Burgdorf Heeßels Tibor Strutzke (Nr. 14) und Burgdorfs Julian Poth (rechts) lieferten, wünschen sich Heeßels und Burgdorfs Anhänger auch in den Spielen am Wochenende gegen den OSV und beim HSC BW Tündern. (Foto: Klaus Depenau)

Für den Heeßeler SV und dem RSE zählen am Sonntag nur Heimsiege

von Klaus Depenau

Burgdorfer Land (kd). Nach dem 12. Spieltag in der Fußball-Landesliga vergrößerten die führenden Mannschaften vom Spitzenreiter SC Hemmingen/Westerfeld (29 Punkte) und dem SV Bavenstedt (28 Zähler) den Abstand vor dem Verfolgerfeld, bei der von unseren drei Altkreisvereinen derzeit der Tabellenvierte TSV Burgdorf (22 Punkte) die beste Platzierung vor dem SV Ramlingen/Ehlershausen (20 Zähler) und dem Heeßeler SV (16 Punkte) einnimmt.
HSC BW Tündern - TSV Burgdorf
Bereits am Sonnabend, 20. Oktober, kommt es um 14 Uhr zum Verfolgerduell zwischen dem Tabellendritten HSC BW Tündern (23 Zähler) und dem Vierten TSV Burgdorf, der einen Punkt weniger aufweist. Für die TSV-Spieler steht viel auf dem Spiel, wie ihr Trainer Holger Kaiser bereits wissen ließ. "Am Sonnabend feiere ich meinen 47. Geburtstag. Wenn wir einen Punkt aus Tündern mitbringen, spendiere ich ihnen ein Essen", versprach der TSV-Coach, dem aber bewusst ist, was seiner Mannschaft am Sonnabend erwartet.
So gehört der Hamelner Vorortverein in dieser Saison zu den positiven Überraschungen. Vor allem zu Hause erwies sich die Mannschaft von Trainer Siegfried Motzner bisher als eine nahezu uneinnehmbare Festung und gewann fünf ihrer bisherigen sechs Heimspiele. Lediglich dem VfL Bückeburg gelang es Ende August die "Schwalben" aus Tündern auf eigenem Platz mit 1:0 zu besiegen.
Eine noch bessere Punktausbeute verpasste der HSC BW Tündern am vergangenen Wochenende durch die unglückliche 2:3 (1:1)- Niederlage in der Nachspielzeit beim Tabellenzweiten SV Bavenstedt. Vor allem auf Robin Tegtmeyer, dem mit 11 Treffern zweiterfolgreichsten Torschützen der Landesliga, sollte die TSV Burgdorf aufpassen, die am Wochenende erneut mit positiven Schlagzeilen von sich reden machte.
Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls einiger Stammspieler lieferten sie dem Tabellenneunten OSV Hannover, der mit Daniel Bothe, Armend Musa, Franklin Nnane und Ertan Ametovski gleich vier ehemalige TSVer aufgeboten hatte, einen offenen Schlagabtausch. Eine Stunde lang übten sich beide Teams beim Toreschießen in vornehmbarer Zurückhaltung, ehe sich dann die Ereignisse überschlugen.
In der 62. Minute ging der OSV durch seinen Torjäger Tugrancan Singin mit 1:0 in Führung. Danach setzten die TSVer alles auf eine Karte und kamen in der 81. Minute durch Jason Mau zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich, dem Patrick Schuder (86.) nur fünf Minuten später sogar noch den 2:1-Siegtreffer folgen ließ.

Heeßeler SV - OSV Hannover

Pascal Preuß vom Heeßeler SV hat sich ein Ziel gesetzt. "Wir wollen es am Sonntag um 15 Uhr zu Hause der TSV Burgdorf nachmachen und unser Heimspiel gegen den OSV Hannover ebenfalls gewinnen", wünscht sich Heeßels Trainer. Wohl wissend, dass seine Mannschaft mit derzeit 16 Punkten den vierten Abstiegsplatz, den derzeit der MTV Almstedt mit 12 Punkten einnimmt, nach der erneuten 0:2 (0:1)-Niederlage beim Tabellenführer SC Hemmingen/Westerfeld bereits sehr nahe gekommen ist.
Nach nur einem Sieg beim 2:1- Erfolg beim VfL Bückeburg und vier Niederlagen gegen die SpVgg Bad Pyrmont, SV Bavenstedt, TSV Burgdorf und dem SC Hemmingen/Westerfeld aus den letgzten fünf Spielen sind die Heeßeler dringend ein ein Erfolgserlebnis angewiesen, um sich wenigstens im Mittelfeld festzusetzen. Bei unserer 0:2 (0:1)- Niederlage in Hemmingen sind wir beim Tabellenführer vor allem in der 1. Halbzeit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben", ärgerte sich Heeßels Trainer, dessen Elf dann auch durch ein Tor von Metehan Kayhan aus der 21. Minute mit 0:1 zurücklag.
"In der 2. Halbzeit haben wir uns dann gesteigert, nachdem wir unser System auf 4-4-2 umgestellt haben. Ein Tor ist uns aber leider nicht gelungen", bedauerte Pascal Preuß, dessen Team zehn Minuten vor Spielschluss sogar noch durch Steven Melz (80.) das 0:2 hinnehmen musste. "Am Sonntag sieht es personell wieder etwas besser aus, nachdem Jan-Henrik Matthes und Yusuf Akdas ihre Sperren abgesessen haben", gab sich Pascal Preuß vor dem OSV-Spiel zuversichtlich.

SV Ramlingen/Ehlershausen - SV B-E Steimbke

Als einen Erfolg wertete Trainer Kurt Becker das torlose 0:0-Remis seines SV Ramlingen/Ehlershausen beim TuS Sulingen. Handelte es sich bei dem Oberligaabsteiger doch um einen Gegner, gegen den die Ramlinger in der Vergangenheit zumeist das Nachsehen hatten. Hinzu kam noch, dass wir nach zahlreichen Ausfällen am Spieltag noch kurzfristig auf die erkrankten Martin Murawski und Marvin Omelan verzichten mussten", sagte Kurt Becker, der den Teilerfolg unter diesen prekären Umständen als ein Erfolgserlebnis wertete.
Allerdings spricht das Tabellenbild eine andere Sprache. So weist der RSE als Tabellensechster vor dem Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den Tabellenletzten SV B-E Steimbke mit jetzt 20 Zählern bereits neun Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter SC Hemmingen/Westerfeld und acht Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten SV Bavenstedt auf.
Um noch im Kampf um den Aufstieg ein Wort mitzureden, darf sich der SV Ramlingen/Ehlershausen in den noch anstehenden drei Partien der Hinrunde gegen den SV B-E Steimbke (H), TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (A) und dem SV Bavenstedt (H) keinen Punktverlust mehr erlauben, was schwer genug sein dürfte. Nicht so allerdings am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV B-E- Steimbke (4 Punkte), der in seinen bisherigen sechs Auswärtsspielen erst einen Sieg beim 1:0- Erfolg beim Tabellenvorletzten TV Stuhr verbuchen konnte.