Am Sonnabend werden wichtige Punkte vergeben

Am Heimspielerfolg gegen VfL Gummersbach, hier wird Aivis Jurdzs von Drago Vukovic geblockt, muss sich die TSV ein Beispiel nehmen. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf hofft gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke auf den Durchbruch

BURGDORF (hs). Die meisten Handballteams in der Region Hannover haben am kommenden Wochenende das letzte Spiel in diesem Jahr. Für die TSV Hannover-Burgdorf beginnt am Sonnabend, 18. Dezember, eine schwere Saisonphase. Der Klassenerhalt ist in Gefahr und ab 19 Uhr im Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke sind zwei Pluspunkte schon ganz wichtig, um den Anschluss an einen Nichtabstiegsplatz nicht zu verlieren.
Noch vier Spiele müssen Asgeir Örn Hallgrimsson und seine Mitspieler in diesem Jahr absolvieren. Das sind ganz entscheidende Begegnungen, denn bei drei Gegnern handelt es sich um Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. In der TOYOTA Handball-Bundesliga ist die gefährdete Zone ganz dicht zusammengerückt, vermutlich werden erst in der Endphase der Saison mit knappem Abstand die beiden Abstiegsplätze und der Relegationsplatz bestimmt. Dagegen wird sich auch Hannover-Burgdorf wehren müssen. Die Grundlage für einen erfolgreichen Verbleib in der besten Handballliga der Welt könnte schon jetzt gelegt werden.
Nach dem Spiel am Sonnabend gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke stehen am Mittwoch, 22. Dezember, ab 20.15 Uhr beim DHC Rheinland und am Sonntag, 26. Dezember, ab 17.30 Uhr bei den Füchsen Berlin zwei Auswärtsbegegnungen auf dem Programm. Noch vor dem Jahreswechsel am Mittwoch, 29. Dezember, ab 20.15 Uhr ist MT Melsungen zu Gast in Hannover.
Mit TuS Nettelstedt-Lübbecke kommt am Sonnabend aber nicht irgendein Gegner in die AWD-Hall nach Hannover. So im Vorbeigehen wird die TSV die Lübbecker nicht bezwingen können. Allerdings ist der Gast in der laufenden Saison sehr schwankend in seinen Leistungen. Und auch im Trainerteam schien nicht alles glatt zu laufen. Im Oktober wurde Patrick Liljestrand freigestellt und Interimstrainer Zlatko Feric übernahm das Kommando. Seit einer Woche hat Markus Baur auf der Trainerbank Platz genommen.
Mit Rechtsaußen Thorir Olafsson ist der torgefährlichste Spieler schnell ausgemacht. Der Isländer wird TSV-Trainer Aron Kristjánsson ein Begriff sein. Die TSV-Abwehr wird dementsprechend gewarnt sein, vielleicht gelingt es, diesen Unruheherd bei den Lübbecker kalt zu stellen. Das müsste aber auch mit Arne Niemeyer gelingen. Der wirft aus dem Rückraum überraschend und erzielt so für seine Mannschaft wichtige Treffer oder legt den Ball geschickt auf seinen Kreisläufer ab. Der heißt Frank Loke, macht sich jederzeit frei zum Anspiel und hat er das Spielgerät in der Hand, dann ist seine Chancenverwertung ausgezeichnet. Auch das Kreisanspiel sollte deshalb durch den Burgdorfer Mittelblock mit Vignir Svavarsson und Jacek Bedzikowski unterbunden werden.
Mit Linksaußen Tomasz Tluczynski ist noch ein ehemaliger Burgdorfer im TuS-Kader, der sich in der AWD-Hall gut auskennt und versuchen wird, gegen seine ehemaligen Mitspieler alles zu geben. Mit dem Torwartgespann Nikola Blazicko und Milos Putera stehen zudem sichere Keeper zwischen den Pfosten.
Besonders in eigener Halle haben die Burgdorfer aber ein begeisterungsfähiges Publikum im Rücken, das für eine tolle Stimmung sorgen kann. Torge Johannsen, Jan Fiete Buschmann und alle TSVer brennen darauf, ihren Fans eine tolle Vorstellung zu bieten und endlich den Durchbruch zu schaffen. Mit Disziplin, ein wenig kontrolliertem Risiko, Durchsetzungsvermögen und kompromisslosen Würfen vor dem Tor des Gegners ist TuS Nettelstedt-Lübbecke zu bezwingen. Coach Kristjánsson fordert alle Tugenden eines Handballspielers von seinem Team, damit die nächsten zwei Punkte endlich auf dem Konto der TSV landen.