Altwarmbüchen und Lehrte verabschieden sich von der Oberliga

Meisterschaft und Abstiegsfrage sind bereits entschieden

ALTKREIS (hs). Am letzten Spieltag der Saison 2009/2010 in der Handball-Oberliga sind bereits alle Entscheidungen gefallen. Es geht um Positionskämpfe oder einfach nur um einen positiven Saisonausklang. Sowohl in der Meisterschaftsfrage, wie auch im Abstiegskampf, wurden die Platzierungen bereits vor dem finalen Spieltag eingenommen und Änderungen sind nicht mehr möglich. Aus dem Altkreis Burgdorf gibt es mit dem Niedersachsenmeister Lehrter SV eine positive, aber durch den Abstieg des TuS Altwarmbüchen auch eine negative Nachricht zu vermelden.
Damit werden in der nächsten Oberligaserie mit der Turnerschaft (TS) Großburgwedel und der Bundesligareserve der TSV Burgdorf nur noch zwei Altkreisteams vertreten sein. Die vielen Lokalderbys aus den vergangenen Spielzeiten sind Geschichte und nur noch zwei Nachbarschaftsduelle übrig geblieben.
Am Sonnabend, 8. Mai, werden die Oberligapartien ab 19 Uhr wieder zeitgleich angepfiffen und neben zwei Heimspielen sind die Altkreismannschaften auch in zwei Auswärtsbegegnungen aktiv.
Der Lehrter SV hat die Meisterschaftsfeier bereits vorgezogen und ist Aufsteiger in die Regionalliga. Trainer Lutz Ewert hatte bereits drei Spieltage vor dem Saisonende Planungssicherheit und ist dabei, ein Team für die neue Liga zusammen zu stellen. Mit Marc Tönnies von der TSV Burgdorf und Leonardo Meomartino von der SG Zweidorf-Bortfeld stehen bereits zwei Neuzugänge fest. Am Sonnabend wollen die LSVer gegen SG Hohnhorst/Haste Werbung in eigener Sache machen. Die Lehrter Zuschauer sollen für die neue Spielklasse begeistert werden und eine starke Mannschaft im letzten Spiel erleben. Ein Sieg ist eine Pflichtaufgabe, auch wenn das Hinspiel überhaupt nicht zu den guten Leistungen in dieser Serie zu zählen ist. Da deklassierte die SG die Lehrter mit 29:37-Toren. Ewert fordert eine Revanche und seine Spieler sollten motiviert genug sein, gegen den Gast nicht die zweite Niederlage in der Aufstiegssaison kassieren zu wollen. Können sie die besten Torschützen und Rückraumspieler Martin Engel und Simon Witte neutralisieren und die Außenspieler Fabian Dönitz und Michael Knötig gut bewachen, dann ist ein Erfolg in Reichweite. Der ehemalige Burgdorfer und SG-Spielertrainer Stefan Schmidt gehört zudem zu den leistungsstarken Akteuren, aber auch der kann gegen eine beherzt zugreifende Lehrter Defensive in seinem Bewegungsdrang eingeschränkt werden. Ein Sieg wird die Saisonabschlussfeier feucht-fröhlich werden lassen.
Das wird sie bei der TuS Altwarmbüchen sicher nicht, denn der Abstieg in die Verbandsliga ist für die Spieler um Trainer Ralf Graafmann nach der enttäuschenden 27:30-Niederlage gegen MTV Eyendorf bereits besiegelt. Dennoch wollen Helge Michaelis und seine Mitstreiter noch einmal zeigen, dass sie in der Oberliga nicht zum Kanonenfutter gehören. Zu Gast in Altwarmbüchen in der Halle am Helleweg ist TV 87 Stadtoldendorf. Eine Mannschaft, die in der Tabelle weit abgerutscht ist und das war so sicher nicht eingeplant. Durch einige überraschende Punktgewinne gegen VfL Hameln (32:30), HG Rosdorf-Grone (33:28) und MTV Großenheidorn (32:32) sorgten die TuS-Gäste aber für einen starken Saisonendspurt. Deshalb wird auch Altwarmbüchen in eigener Halle eine starke Vorstellung zeigen müssen, um nicht noch eine Niederlage zu kassieren. Die Graafmann-Schützlinge sind aber optimistisch und wollen ihrem Publikum noch einen Sieg präsentieren und sich dann in der nächsten Saison in der Verbandsliga ohne Abstiegssorgen im Vorderfeld der Tabelle zeigen.
Für die TS Großburgwedel steht am Sonnabend beim Tabellenzweiten VfL Hameln noch ein schweres Spiel auf dem Programm. Beide Mannschaften können ohne Druck aufspielen und ein ungezwungenes Oberligaduell zeigen. Die TSG um Coach Mirco Hollstein will sich für die 24:29-Niederlage im Hinspiel revanchieren und hofft mit einem doppelten Punktgewinn noch auf eine Verbesserung in der Tabelle. Die Akteure haben aber mittlerweile nach der langen Saison eine Pause verdient und werden wohl nur mit letzter Kraft ins Spiel gehen. Der Ausgang dürfte deshalb offen sein.
Auch die TSV Burgdorf II ist nach vielen Verletzungen in der Endphase der Saison mit ihren Kräften am Ende, auch wenn der überzeugende 38:35-Sieg gegen VfL Hameln am vergangenen Wochenende was anderes verriet. Am Sonnabend reisen die Spieler um Trainer Dirk Pauling zur HSG Northeim. Beim Tabellennachbarn soll noch ein Sieg eingespielt werden. An der Platzierung mit dem 8. Platz wird sich aber voraussichtlich nichts ändern. Dennoch wollen Niko Blanke und seine Mitspieler Coach Pauling noch einen angenehmen Abschied bereiten und engagiert auftreten. Ein Sieg würde ein positives Zeichen für die nächste Spielzeit bedeuten, in der wieder ein junges und aufstrebendes Burgdorfer Team auflaufen wird. Das Ziel, die TSV-Reserve als Ausbildungsmannschaft für höhere Aufgaben anzusehen, ist durchdacht und wird bei der TSV mittelfristig den einen oder anderen Bundesligaspieler hervorbringen.