„Adler" zeigten sich gut erholt

Adler Hämelerwald hat das Mittelfeld bereits im Visier

HÄMELERWALD (mj.) Am späten Donnerstagabend war Hämelerwalds Coach Jörg Karbstein noch konsterniert.. Zwei Minuten waren im Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga 2 zwischen dem MTV Engelbostel/Schulenburg und seinem SV Adler Hämelerwald noch zu spielen. Als alles beim Stande von 0:0 auf einen wertvollen Punktgewinn der Mannschaft aus Hämelerwald im Kampf um den Klassenerhalt deutete, da passierte es doch noch. Nach einer Standardsituation nutzte der frühere Kleinburgwedeler Jens Repke die Konfusion in der Abwehr der Gäste aus und erzielte in der 88. Minute noch den 1:0 (0:0)-Siegtreffer für den Tabellenvierten aus Engelbostel.
„Schade, wir waren so nahe dran an einem Punktgewinn“, ärgerte sich Jörg Karbstein, der aber zugeben musste, dass sich sein Team in der Schlussphase einer starken Drangperiode der Engelbosteler erwehren musste. „So fand dann auch Engelbostels Trainer Adrian Wünschmann: „Wenn eine Mannschaft den Sieg verdient gehabt hatte, dann waren wir es.“
Am Sonntag sah für den Aufsteiger die Welt aber wieder bereits ganz anders aus. Erneut lautete das Ergebnis 1:0. Doch ging diesmal der SV Adler Hämelerwald als Sieger vom Platz. Und das nicht gegen irgendwelche Mannschaft, sondern gegen den bisherigen Tabellenzweiten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. „Völlig zu Recht“, fanden sowohl Jörg Karbstein als auch sein Krähenwinkeler Kollege Bernd Krajewski. Zwar erzielten die Hämelerwalder durch Thomas Ecke nur ein Tor in der 43. Minute, doch lag das Chancenplus eindeutig auf Seiten der „Adler“-Mannschaft.
„Durch den Sieg konnten wir uns schon ein wenig aus der Gefahrenzone absetzen und uns auf den 10. Rang verbessern“, freute sich Jörg Karbstein, dessen Freude aber durch zwei Ereignisse getrübt wurde. So sah Arwed Gronsky in der Schlussminute nach einer Rangelei zusammen mit Krähenwinkels Christian Daniel die Rote Karte und wird damit seiner Mannschaft fehlen. „Außerdem ärgere ich mich darüber, dass der Bezirk dem Wunsch des OSV Hannover auf Spielverlegung zugestimmt hat, obwohl wir dagegen waren“, sagte Jörg Karbstein. „Wir sagen dies nicht aus Schikane, sondern es liegt daran, dass Spieler von uns arbeiten müssen oder sich an diesem Tage bereits etwas vorgenommen haben.“
Da das Spiel beim Tabellenzweiten OSV nun am Sonnabend von 16 Uhr an stattfinden soll, wird neben Rotsünder Arwed Gronsky auch Thorsten Schröder fehlen, der privat in München weilt. Zum Glück kann Jörg Karbstein wieder auf seinen Torjäger Martin Ritter zurückgreifen, der am Sonntagabend von seinem beruflich bedingten dreiwöchigen Aufenthalt aus den USA nach Hause zurückkehrte.