„Adler“ wollen FC Lehrte erneut ein Bein stellen

Libero Özen Keyik vom SV Adler Hämelerwald wird in der kommenden Saison den Kreisklassenverein Yurdumspor Lehrte trainieren. (Foto: Klaus Depenau)

Am Sonntag Derby zwischen Adler Hämelerwald und FC Lehrte

HÄMELERWALD (mj). Zu dem mit großer Spannung erwarteten Lehrter Stadtderby kommt es am Sonntag (15 Uhr) zwischen dem SV Adler Hämelerwald und dem FC Lehrte. Nach der momentanen Tabellenlage kann sich keine der beiden Mannschaften erlauben, Punkte zu verschenken. So nehmen die Hämelerwalder mit 29 Punkten den 10. Rang ein. Der FC Lehrte wies vor dem gestrigen Nachholspiel beim SV 07 Linden (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) als Elfter gar nur 28 Punkte auf. Zur Erinnerung: Mit 24 Punkten belegt die SG Blaues Wunder einen Relegationsplatz, der den Abstieg bedeuten könnte. So erkannten bereits beide Trainer: „Wir müssen noch etwas für unser Punktekonto tun, um nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten.“
Im Hinspiel überraschten die Hämelerwalder mit einem 4:1-Sieg. „Den würden wir natürlich gerne wiederholen“, gab Jörg Karbstein zu, der noch einige Spiele auf den rotgesperrten Arwed Gronsky verzichten muss. Aber auch bei Lehrtes Trainer Willi Gramann stehen mit Robert Weiss und Deniz Kezer zwei Rotsünder in seiner Datei. „Außerdem wird meine Mannschaft von einer Verletzungswelle heimgesucht, wie ich sie in meiner langjährigen Spieler- und Trainerlaufbahn noch nie erlebt habe“, sagte der FC-Coach. Neben den Langzeitverletzten Jannik Korte und Patrick Obst reihen sich nun auch Stürmer Gernot Leipold, Nils Poelmeyer und seit dem Spiel in Altwarmbüchen auch Tobias Schmitt in die Verletztenliste ein.
So war Willi Gramann gezwungen, im Altkreisderby beim TuS Altwarmbüchen am Sonntag mit dem A-Juniorenspieler Michel Rühmkorb für Gerome Völger (54.), Zweitherrenspieler Tuncay Kümit für Tobias Schmitt (19.) und Ersatztorhüter Lars Triebe für Helmut Kezer (70.) Spieler einzuwechseln, die bis auf den Torhüter nicht zum Kader der Bezirksligamannschaft gehören. Um so mehr überraschte das 3:3 (3:1)-Unentschieden in Altwarmbüchen. Zumal die Lehrter bereits mit 1:3 zur Pause hinten lagen. Dank einer Energieleistung gelang es den FCern aber noch, durch einen verwandelten Foulelfmeter von Hassan Erdogan (62.) zum 2:3 und einem Treffer von Helmut Kezer (66.) zum 3:3 zum Ausgleich zu kommen, nachdem Tobias Schmitt, der in der 19. Minute mit Verdacht auf ein en Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht werden musste, in der 5. Minute die frühe Führung des TuS Altwarmbüchen aus der 2. Minute zum 1:1 egalisieren konnte.
„Dieser Punktgewinn spricht für sich. Meine Mannschaft hat heute Moral bewiesen, indem sie ersatzgeschwächt in der 2. Halbzeit zurückgekommen ist und noch zwei Tore aufholen konnte“, zeigte sich Lehrtes Trainer trotz der widrigen Umstände zufrieden mit der Leistung und natürlich auch mit dem Punktgewinn.
Keinen Grund zum Strahlen hatte dagegen Trainer Jörg Karbstein vom SV Adler Hämelerwald. Noch zwei Minuten waren in der Partie zwischen dem OSV Hannover und seinem SV Adler Hämelerwald zu spielen, da wurden die „Adler“ aus Hämelerwald doch nur zur Strecke gebracht. Lars Leymann, der beim Tabellenzweiten erst vier Minuten zuvor für Fuat Memis eingewechselt worden war, erwischte eine Maßflanke mit dem Kopf und der Aufsteiger aus Hämelerwald war geschlagen. „Mehr als ärgerlich“, fand auch Trainer Jörg Karbstein und dachte dabei an das Spiel seiner Mannschaft vor neun Tagen in Engelbostel. Auch dort war seine Elf in der 88. Minute mit 0:1 auf die Verliererbahn geraten. „Das gibt es doch nicht", meinte Hämelerwalds Trainer, der in der Zeitstrafe für Dennis Schott in der 78. Minute eine der Ursachen sah, weshalb es seine Mannschaft noch erwischte.
„Außerdem haben wir es trotz der Feldüberlegenheit des OSV nicht verstanden, unsere Konter erfolgreich abzuschließen“, bemängelte Jörg Karbstein und spielte dabei auf zwei Großchancen an. So hatten Martin Ritter (44.) und Thomas Ecke (46.) jeweils nur noch OSV-Keeper Patrick Blochwitz vor sich, den sie aber nicht bezwingen konnten. „Innerhalb von nur drei Minuten konnten wir mit 2:0 führen und dann verlieren wir gegen Ende noch so ein Spiel“, konnte es Hämelerwalds Trainer noch lange nicht fassen, dass seine Mannschaft nicht wenigstens mit einem Teilerfolg die Heimfahrt antreten konnte. „Am Sonntag wird es gegen den FC Lehrte besser laufen“, ist Hämelerwalds Trainer überzeugt.