Adler Hämelerwald stellt Spielsystem auf Raumdeckung um

Das ist das Aufgebot des SV Adler Hämelerwald mit Trainer Lars Bischoff (obere Reihe links). (Foto: Klaus Depenau)

Zielsetzung ist der Klassenerhalt in der Bezirksliga 3

HÄMELERWALD (mj). An eine neue Umgebung muss sich der SV Adler Hämelerwald gewöhnen. Nach einjährigem Gastspiel in der Bezirksliga 2 wurden die „Adler“ kurzerhand umquartiert und müssen nun in der ungeliebten Staffel 3 um Punkte kämpfen. Für die Hämelerwalder bedeutet dies weitaus höhere Fahrtkosten und dementsprechend auch einen höheren Zeitaufwand. Statt mit dem Zug und der Straßenbahn die Spielstätten der Gegner zu erreichen, müssen die „Adler“ nun bis in das Harzer Vorland sowie nach Alfeld und Holzminden reisen.
„Nicht zu ändern“, sagte Lars Bischoff, der ab dieser Saison die Hämelerwalder Mannschaft trainiert. Der bisherige Coach des Kreisligisten TSV Germania Arpke löste den langjährigen Trainer Jörg Karbstein ab, der nun den hannoverschen Kreisligisten TSV Bemerode trainiert. „Ich bin froh, dass ich eine intakte Mannschaft übernommen habe, die zum Glück von Abgängen verschont blieb und sich dadurch kaum verändert hat“, gab Lars Bischoff zu. Dem 44-jährigen neuen Hämelerwalder Übungsleiter ist aber bewusst, dass für sein Team nicht mehr als der Klassenerhalt herausspringen kann.
Mit Torhüter Christian Stoll (TSV Dollbergen) und Mittelfeldspieler Timo Noske (VfB Peine) wurden nur zwei Spieler von außerhalb geholt. Ansonsten vertraut man in Hämelerwald auf den eigenen Nachwuchs, aus dem sich der Stamm der Bezirksligamannschaft rekrutiert. Eine Änderung wird es allerdings geben, wie Lars Bischoff verriet: „Wir werden unser Spielsystem ändern und von Mann- auf Raumdeckung übergehen“, kündigte der neue Hämelerwalder Trainer bereits an. So wird man sich in Hämelerwald künftig darauf einstellen müssen, dass es keinen Libero mehr geben wird, sondern ballorientiert gespielt wird. Bleibt nur zu hoffen, dass Hämelerwalds Kicker das neue Spielsystem schnell verinnerlichen, um nicht von vornherein ins Hintertreffen zu geraten.