A-Jugend will sich für Bundeliga qualifizieren

Für Kreisläufer Justus Fischer und seine Mitspieler zählt jetzt jedes Spiel. Sie wollen in der DHB-Pokalrunde triumphieren. (Foto: Holger Staab)

Trainer Romero muss immer wieder mit Personalsorgen kämpfen

BURGDORF (st). Mit viel Engagement und Begeisterung ist die A-Jugend der TSV Burgdorf in die Jugendbundesligasaison 2019/2020 gestartet. Die Mannschaft hatte in den vergangenen Jahren stets in der Spitze der höchsten Jugendklasse mitgespielt und sich auch mehrfach im Kampf um die Deutsche Meisterschaft spannende Duelle mit den Konkurrenten geliefert. Die Qualifikation für die neue Bundesligaspielzeit war deshalb meist schon frühzeitig gesichert und die TSV fester Bestandteil der Liga. In dieser Serie ist das etwas anders und um sich wieder qualifizieren zu können benötigen die Burgdorfer noch einige gute Leistungen im nächsten Jahr.
Erstmals wurde die Bundesligasaison in eine Vorrunde mit anschließender Meisterrunde und eine Pokalrunde unterteilt. In der Vorrunde gab es zehn Mannschaften und somit neun Spieltage in den vier Staffeln Nord, West, Ost und Süd. Hier hatte das Team um Coach Iker Romero, der auch als Co-Trainer für die Herrenmannschaft fungiert, im September beim 29:26-Sieg gegen den VfL Potsdam 1990 einen guten Start. Danach sorgten einige verletzte Spieler, wie beispielsweise Leistungsträger Martin Hanne, der auch im Herrenbereich in der Bundesliga eingesetzt wurde, für Personalsorgen bei Trainer Romero und im Team.
Gegen TV Großwallstadt (29:33), SC Magdeburg (27:38) und die Füchse Berlin (22:35) kassierte die TSV Niederlagen. Entscheidend war aber wohl die Heimpartie gegen HC Erlangen, als Justus Fischer und Co mit 31:32-Toren knapp unterlagen. Die letzten Begegnungen, besonders der 33:29-Auswärtssieg beim Vorrundenvizemeister SC DHfK Leipzig und der erreichte 6. Platz hinter HC Erlangen in der Vorrunde machen aber wieder Hoffnung.
Das Erreichen der Meisterrunde war spätestens nach der Pleite gegen Erlangen nicht mehr zu schaffen. So steht seit zwei Spieltagen die Pokalrunde auf dem Programm und über diese Runde kann sich Burgdorf noch die nächste Spielzeit in der Jugendbundesliga sichern.
Auch die Pokalrunde wird in vier Staffeln Nord, Süd, West und Ost ausgetragen. Jetzt mit jeweils sechs Mannschaften, aber im Spielmodus Jeder gegen Jeden und in Hin- und Rückrunde. Die beiden ersten Teams der vier Pokalrunden qualifizieren sich für das Viertelfinale. Die erfolgreichen Mannschaften aus dem Viertelfinale nehmen am Final4 teil, einer eintägigen Veranstaltung mit Halbfinale und Finale und sind gleichzeitig für die folgende Spielzeit in der Jugendbundesliga qualifiziert.
Die Nachwuchsrecken starteten stark in die Pokalrunde und schafften gleich zwei Erfolge. Im Derby gewannen die Romero-Schützlinge mit 33:27-Toren und sicherten sich gegen den 1. VfL Potsdam 1990 in einem spannenden Duell mit 28:27-Toren auswärts zwei wichtige Punkte. Die Chance auf das Erreichen des Viertelfinals ist durchaus gegeben. Die beiden Mannschaften des TV Großwallstadt und Erlangen werden wohl die Hauptkonkurrenten um die beiden ersten Plätze sein. Wenn die TSV weiter engagiert auftritt, ohne Verletzte antreten kann und sich nach dem Jahreswechsel in guter Form präsentiert, dann ist die Qualifikation realisierbar.
Gleich am 11. Januar wird das Heimspiel gegen die HSG Nickelhütte Aue angepfiffen. Danach stehen die wohl schon vorentscheidenden Spiele bei TV Großwallstadt und gegen HC Erlangen auf dem Spielplan. In beiden Spielen haben die Burgdorfer noch etwas gutzumachen. Kann die Mannschaft um Alessandro Aiello zum Jahresstart im Januar eine kleine Serie mit Siegen schaffen, dann sollte zumindest ein Viertelfinalspiel, das in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, erreichbar sein.