96 verpasste Sprung an die Europa League-Spitze

Müdes 2:2-Unentschieden brachte „die Roten“ nicht viel weiter

REGION (ho). Es war alles vorbereitet für ein Fußballfest auf „europäischer Bühne“: Ausverkauftes „Haus“, Flutlichtathmosphäre, tolle Stimmung und ein Gegner, der bisher in der Europa Leage noch keine „Bäume ausgerissen“ hatte. Doch was die „Roten“ am späten Donnerstagabend über 90 Minuten gegen den 9-maligen dänischen Meister FC Kopenhagen investierten, war einfach zu wenig, um einen entscheidenden Schritt in Richtung K.o.-Runde zu machen, deren erste Spiele am 16. und 23. Februar 2012 ausgetragen werden. Da auch Standard Lüttich im eigenen Stadion über ein torloses Remis gegen Worskla Poltava nicht hinauskam, bleibt es in dieser Gruppe vermutlich spannend bis zum letzten Spieltag, der am Donnerstag, 15. Dezember stattfindet.
Während die 96er die unspektakulär auftretenden Dänen in der 1. Hälfte nach Belieben dominierten und nach der 1:0-Führung durch Christian Pander weitere Möglichkeiten zur Vorentscheidung ungenutzt ließen, versuchten sie nach der Pause, die Partie mit geringstem Aufwand „nach Hause zu schaukeln“ und bettelten förmlich um den Ausgleich. Der dann auch prompt in der 67. Minute nach einer missglückten Faustabwehr von Torwart Zieler fiel. Danach lief bei den „Roten“ kaum noch was zusammen, und - was eigentlich der Vergangenheit angehören zu schien - vereinzelte Pfiffe wurden laut. Als jedoch Sergio Pinto in der 81. Minute mit einem unhaltbaren 25-m-Schuss die erneute Führung für die Slomka-Elf erzielte, wähnten sich Mannschaft und Fans wieder auf der Siegerstraße. Doch drei Minuten vor dem Abpfiff folgte die erneute Ernüchterung: Ein an und für sich harmloses Schüsschen des Brasilianers Santin rutschte Zieler durch die Beine und „trullerte“ zum 2:2-Endstand ins Tor. Damit war die hervorragende Ausgangslage für die restlichen Spiele in Kopenhagen (3. November), bei Standard Lüttich (30.November) und zuhause gegen Poltava (15. Dezember) „futsch“.
Doch viel Zeit zum „Grübeln“ bleiben Mannschaft und Trainer nicht. Schon am morgigen Sonntag gastiert der souveräne Tabellenführer FC Bayern München um 17.30 Uhr in der wiederum ausverkauften AWD-Arena. Und da sind sich alle Fans einig: Da wird und muss eine ganz anders auftrumpfende 96-Elf auf dem Platz stehen, um mit einem „Dreier“ oben dran zu bleiben.