„96“ heute Abend gegen Dresden und am Sonnabend kommt der FCA

Markus Stütze gewinnt zwei Sitzplatz-Tickets gegen Augsburg

REGION (ho). Rums! Durch die 2:3-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Sonntag in der mit 49.000 Zuschauern erneut ausverkauften AWD-Arena knallten die „Roten“ ganz unsanft auf den Boden der Realität zurück. Es war nach 22 Ligaspielen nicht nur die erste Schlappe auf heimischem Terrain, sondern bedeutete gleichzeitig den „freien Fall“ auf Platz 10 ins Niemandsland der Tabelle. Zwar beträgt der Rückstand auf die internationalen Plätze nur drei Punkte, aber auch die gleiche Punktzahl trennt die 96er derzeit nur von einem Relegationsplatz.
Dabei schien es so, als sollte die Slomka-Elf auch nach dieser Partie den stolzen Heimnimbus wahren können. Nach durchwachsener 1. Halbzeit mit nur einer Großchance durch Mame Diouf war es Jan Schlaudraff, der bereits drei Minuten nach dem Wiederanpfiff Gästekeeper ter Steegen mit einem Distanzschuss überwinden konnte. Und als nur fünf Minuten später Diouf eine tolle Freistoßvariante zum vielumjubelten 2:0 abschloss, war die Partie gegen die bis dahin auswärts sieglosen Gladbacher zugunsten der „Roten“ eigentlich entschieden. Doch anstatt den komfortablen Vorsprung aus einer sicheren Abwehr heraus zu verteidigen und eventuell den Gästen mit dem dritten Tor den „Genickschuss“ zu verpassen, lief plötzlich gar nichts mehr zusammen. Vor allem das Offensivspiel war in der Folge nur noch von Fehlpässen und Ballverlusten geprägt, so dass Trainer Mirko Slomka in der Pressekonferenz nüchtern feststellen musste: „Wir haben in der 61. Minute das letzte Mal auf das Tor der Gladbacher geschossen“.
Was danach folgte, ist bekannt: Die bis dahin relativ harmlosen Gäste wechselten mit Mike Hanke, Mlapa und Xhaka drei frische Offensivkräfte ein und innerhalb von zehn Minuten drehten sie den Spieß gegen völlig konfuse 96er um. Fazit dieser Niederlage: Den „Roten“ fehlt momentan die Konstanz und die spielerische Leichtigkeit, um in Drucksituationen energisch dagegen zu halten. Nach den Auswärtsniederlagen in Hoffenheim, Hamburg und Frankfurt und der jetzigen Pleite gegen Gladbach drängt sich auch die Frage auf, ob die Mannschaft nicht vielleicht zu offensiv agiert und damit die Abwehr zu wenig Unterstützung findet, zumal auch Keeper Ron Robert Zieler derzeit nicht auf höchstem Niveau agiert. Vielleicht wäre am Sonntag nach der Auswechselung von Diouf beim Stand von 2:0 ein weiterer Abwehrspieler wie Manuel Schmiedebach die bessere Alternative zu Sobiech gewesen, zumal mit Schlaudraff und Ya Konan nach wie vor zwei Offensivkräfte auf dem Platz standen…
Schon heute Abend kann sich die vermutlich auf einigen Positionen veränderte Mannschaft nach den zuletzt schwachen Auftritten (vom Dortmund-Spiel einmal abgesehen) rehabilitieren: Um 20.30 Uhr treffen die 96er in der 2. Runde des DFB-Pokals auf den Zweitligisten Dynamo Dresden, der mit über 10.000(!) – hoffentlich friedlichen - Fans anreisen wird. Eigentlich nur eine Pflichtaufgabe für die „Roten“, die sich mit einem klaren Heimsieg das sicherlich ein wenig angeknackste Selbstvertrauen für die Partie am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg zurück holen sollten. Tickets für dieses brisante Spiel gibt es noch an den Abendkassen an der AWD-Arena.
Auch für die Partie gegen den Tabellenvorletzten aus Augsburg sind noch Karten in den MARKTSPIEGEL-Geschäftsstellen erhältlich. Live dabei ist auch Markus Stütze aus Burgdorf. Er hat tatsächlich bei unserem beliebten Ergebnis-Tipp-Gewinnspiel, wie auch andere sieben Teilnehmer/innen, den 3:2-Sieg der Gladbacher richtig vorausgesagt. Insgesamt hatten 432 Fans einen Tipp abgegeben – 82% allerdings sahen die „Roten“ als klaren Sieger.