96-Gastspiel beim RSE erwies sich wieder einmal als ein voller Erfolg

Die vollbesetzte Tribüne beweist: Hannover 96 zieht in Ramlingen. (Foto: Klaus Depenau)
 
96-Spieler Manuel Schmiedebach (Nr. 33) im Duell mit Hakan Toku (Nr. 5). (Foto: Klaus Depenau)

2.375 Zuschauer sahen die zehnte Auflage der Traditionsveranstaltung

RAMLINGEN (mj). Ein super Wetter bei Temperaturen von 30 Grad ließen nicht nur die Spieler bei der Traditionsveranstaltung zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und Hannover 96 schwitzen, sondern auch 2.375 Zuschauer, die am Mittwochabend den Weg nach Ramlingen fanden. Es war wieder einmal so weit. Die Bundesligamannschaft von Hannover 96 war zur zehnten Auflage der Traditionsveranstaltung erschienen. Und wie nicht anders zu erwarten war, siegten die „Roten“ auch zum zehnten Mal. Obwohl die 96er auf einige Spieler, wie die kurzfristig erkrankten Christian Schulz, Keeper Markus Miller, die Rekonvaleszenten Leon Andreasen und Sergio Pinto sowie die WM-Fahrer Steven Cherundolo und Mario Eggimann, verzichten mussten, siegten die Bundesligaprofis standesgemäß mit 6:1 (3:1).
Die Zuschauer, soweit sie 96-Fans waren, wurden schnell mit Toren verwöhnt. Ein Doppelschlag der Roten durch Mike Hanke (6.) und Karim Haggui (7.) sorgten für eine schnelle 2:0-Führung der Gäste, die Ramlingens Trainer Kurt Becker wie folgt kommentierte: „Die schnellen Tore haben bei meiner neuformierten Mannschaft ihrer Wirkung nicht verfehlt. Wir haben erst nach zwanzig Minuten gewusst, was los war.“ Es waren dann zwei Neuzugänge des Oberligisten, die in der 36. Minute für den 1:2-Anschlusstreffer der Hausherren sorgten. Eine präzise Linksflanke von Jonas Künne drückte Maxime Menges zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie.
Doch ließen sich die 96er danach nicht lange bitten. Bereits in der 41. Minute sorgte Jan Schlaudraff für den 3:1-Halbzeistand, den der frühere Bayern München-Profi bereits in der 52. Minute auf 4:1 ausbaute. Danach sorgte der in der Halbzeit für Valdet Rama eingewechselte Mikael Forssell mit zwei Toren in der 58. und 77. Minute für den 6:1-Endstand , bei dem sich Mike Hanke noch in der 37. Minute den Luxus erlaubte, einen von Torhüter Alexander Homann an Jan Schlaudraff verursachen Foulelfmeter zu verschießen.
„Ich bin froh, dass die Veranstaltung wiederum ohne Probleme über die Bühne ging. Sowohl der Sicherheitsdienst als auch die Polizei haben uns ihr Lob ausgesprochen“, freute sich Rüdiger Solisch als Cheforganisator. Während es an der Tageskasse bei Kristina Solisch und Klaus Harmsen noch Karten für das Spiel gab, waren bereits zwei Tage vor dem Event alle VIP-Karten zum Preis von 38 Euro ausverkauft. „Wir hätten statt 700 sogar noch mehr Karten verkaufen können“, sagte Rüdiger Solisch. Wieder einmal hatte es sich die Prominenz aus nah und fern nicht nehmen lassen, bei dem Ereignis dabei zu sein.
Es waren nicht nur 96-Präsident Martin Kind mit Manager Jörg Schmadtke, die anwesend waren, sondern auch die politische Prominenz mit Regionspräsident Hauke Jagau und Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann an der Spitze, sondern etliche Geschäftsführer und leitende Angestellte. So ließ es sich der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Sterthues zusammen mit Helge Heinz und Lothar Barke vom Hauptsponsor Deutsches R & S Dienstleistungen genau so wenig nehmen, bei dem Spiel dabei zu sein, wie die beiden Vorstandsmitglieder der Stadtsparkasse Burgdorf, Thomas Pötsch und Heiko Nebel, die als neuer Sponsor erstmals ihre Ärmelwerbung vorstellten.
Auch der frühere 96-Präsident Götz von Fromberg war ebenso erschienen wie der Vorstandssprecher der hannoverschen Volksbank, Jürgen Wache, und Bernd Gessert (CP Pharma). Getreu dem Motto „Sehen und gesehen werden“ war nahezu alles vertreten, was Rang und Namen hatte. Nur gut, dass auch die wichtigste Kundschaft auf ihre Kosten kam. Die Fans und die zahlreichen Kids, die ihre Stars trotz beänstigender Enge einmal aus nächster Nähe erleben konnten.
Aufgrund der personellen Lage war 96-Trainer Mirko Slomka nur mit 16 Spielern angereist, von denen folgende 15 Profis zum Einsatz kamen:
Fromlowitz - Chahed (59. Henrik Ernst), Haggui (46. Avevor), Pogatetz, Rausch - Schmiedebach, Stindl (46. Evseev), Stoppelkamp, Rama (46. Forssell) - Schlaudraff, Hanke.
Trainer Kurt Becker schickte mit 21 Akteuren nahezu zwei Mannschaften aufs Feld. Nur Artur Smiatek durfte über 90 Minuten durchspielen, wie der Einsatz der nachstehenden 21 Akteure beweist:
Homann (46. Brosche) - Wörner (46. Dag), Yankson (46. Sebastian Ernst), Smiatek, Bothfeld (46. Kuru) -Magiera (70. Wurszt), Menges (46.Mc Auley) - Marc-Robin Becker (60. Toku), Heldt (75. Blech), Künne (46.Hauk) - Brunne (60. Tim Niklas Becker).
Bei der anschließenden Pressekonferenz ließ 96-Coach Mirko Slomka Stadionsprecher und Moederator Christoph Dannowski noch einmal mit einem Geburtstagsständchen hochleben. Nicht ohne allerdings auch zuzugeben: „Meine Spieler konnten heute angesichts der hohen Trainingsbelastungen und Temperaturen nicht so hohes Tempo gehen, wie wir es vorhatten.“