Umweltbewusstsein von Kindern und Jugendlichen wecken

Daumen hoch für den Klimaschutz! Polarexperte Sven Achtermann (5.v.r.) mit Judith Seehausen, Förderschulrektorin der Prinzhornschule, Burgdorfs Klimaschutzmanager Alexander Woywode und Grundschulleiterin Antje Kuchenbecker-Rose (v.l.) sowie mit Jugendlichen der Prinzhornschule. Foto: Georg Bosse

„Klimawandel hautnah“ mit Sven Achtermann

BURGDORF (gb). Während im polnischen Katowice Experten aus annähernd 200 Nationen darüber brüteten, wie wohl die den weltweiten Klimawandel beschleunigende globale Erderwärmung durch gemeinsame und koordinierte Maßnahmen einzudämmen sei, sprach am vergangenen Freitag der Polarexpeditionsleiter und Naturfotograf Sven Achtermann aus Hildesheim mit Schülern der Burgdorfer Grundschule sowie der Fördereinrichtung Prinzhornschule, wie uns der fortschreitende Klimawandel bereits „hautnah“ betrifft.
Sven Achtermann, der in die Aula der Grundschule in der Hannoverschen Neustadt gekommen war, um den Jugendlichen anhand brillanter Bilder und aus eigenen Erfahrungen heraus die Auswirkungen des Klimawandels in leicht verständlicher Weise zu veranschaulichen,entpuppte sich dabei auch als Eisbärexperte. „Der Eisbär ist mein Lieblingstier. Die Erderwärmung sowie die Förderung von Erdgas und Erdöl in den arktischen Regionen bedrohen den Lebensraum der Polarbären. Auf der zu Norwegen gehörenden Inselgruppe Spitzbergen wird ihre Population derzeit auf etwa 7000 Tiere geschätzt “, sagte der Polarliebhaber, der sich im Laufe seiner langjährigen Expeditionsleiter-Aktivitäten unter anderem auch fachkundiges Wissen über Themen wie Wale und Umweltforschung angeeignet hat.
An die jungen Zuhörer appellierte er, Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen: „Technisch ist bereits alles machbar. Zur Energieversorgung müssten heute weder ein Tropfen Erdöl noch eine Stück Kohle verbrannt werden.“ Auf die Frage eines Schülers, ob es nicht „gruselig“ sei, in die tiefen Gletscherspalten hinunterzuklettern, antwortete der Hildesheimer lächelnd: „Das ist überhaupt nicht gruselig, sondern wunderschön, wenn die Eiswände im Sonnenlicht glitzern.“
Neben dem Klimawandel sei der Plastikmüll in den Weltmeeren eine schlimme Entwicklung: „Getötete oder verendete Wale haben kiloweise Plastikteile in ihren Mägen. Plastikteilchen haben Inuit-Kinder auf Grönland auch in erjagten Robben gefunden“, so Sven Achtermann, der für den Juni kommenden Jahres plant, wieder auf Polartour zu gehen.

Klimaschutzagentur Region Hannover gemeinnützige GmbH
Die gemeinnützige Klimaschutzagentur in der Landeshauptstadt koordiniert und finanziert den Vortrag „Klimaschutz hautnah“ von Sven Achtermann mit Unterstützung der Region Hannover. Die Förderung der Umweltbildungsmaßnahmen soll das Klimaschutzengagement der Kommunen stärken. Dazu gehört auch, das Umweltbewusstsein von Kindern und Jugendlichen zu wecken.