Sonnenallergie

lps/Cb. Wintersonne genießen (Foto: Klagenfurt Tourismus)

Lichtdermatosen im Winter

REGION. lps/Cb. Wer im Winter in die Berge fährt, kennt die Wirkung der Sonne, die durch den Schnee verstärkt wird. Nicht wenige Menschen leiden deshalb auch im Winter an den Auswirkungen der Sonneneinstrahlung auf der Haut. Allerdings: Sonnenallergie – gibt es die überhaupt? Es ist eine Definitionsfrage. Nicht selten ist die Winterurlaubsfreude getrübt, wenn plötzlich vorwiegend an Armen und Brust Knötchen auftreten, auch wenn man sich kurz zuvor gar nicht mehr der Sonne ausgesetzt hat. Medizinisch gesehen handelt es sich um eine Lichtdermatose.
Als chronische Lichtdermatose kommt es bei jahrelanger übermäßiger Sonnenbestrahlung zur Vergröberung des Hautreliefs, zu Komedonen, Zysten, Pigmentflecken, Keratosen und anderen Vorformen von Hautkrebs. Die volkstümlich Sonnenallergie genannte polymorphe Lichtdermatose wird tatsächlich überwiegend durch UVA-Strahlen ausgelöst. Frauen hellen Hauttyps sind häufiger betroffen als Männer. Personen, bei denen die Hautreaktionen schon im Sommer oder im letzten Winter aufgetreten sind, sollten besondere Maßnahmen treffen. Gängige Empfehlungen für die Vermeidung von Sonnenbrand reichen dann nicht.
Viele Sonnenschutzmittel enthalten nur UVB-Filter gegen Sonnenbrand. Für „Sonnenallergiker“ sind deshalb Präparate zu empfehlen, die auch wirksame UVA-Filter enthalten. Die Einnahme von Medikamenten ist umstritten. Beta-Carotin bewirkt zwar eine Verfärbung der Haut, baut aber keinen Schutz gegen Lichtdermatosen auf.
Hochdosierte Calcium-Präparate (zum Beispiel Trinkampullen) können die Reaktionen mindern, haben aber unter Umständen Nebenwirkungen, zum Beispiel wird der Magen gereizt. Bei Vorhandensein anderer Grunderkrankungen ist grundsätzlich vorab der Arzt zu befragen.