Mit Stefanie Eckler auf dem Slalom-Parcours

Verkehrssicherheitsberaterin Stefanie Eckler ließ die Teilnehmer/innen den sicheren Umgang mit dem Pedelec üben. Foto: Georg Bosse

Verkehrssicherheitsberaterin gibt wichtige Tipps zur Benutzung von Pedelecs

BURGDORF (gb). Landauf, landab wird in diesen Tagen über Elektromobilität diskutiert. Gleich ob E-Autos, E-(Tret-)Roller oder E-Zweiräder - die individuelle Elektromobilität gilt als zentraler Baustein eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems auf Basis erneuerbarer Energien, wie es mit der Verkehrswende politisch und gesellschaftlich angestrebt wird.
Bei vielen Bundesbürgern ist diese Wende schon im Bewusstsein angekommen. Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 1.600 Pedelecs (Pedal Electric Cycle) verkauft. Das sind nicht zulassungspflichtige Fahrräder, deren E-Antrieb den Fahrer nur dann unterstützt, wenn er in die Pedalen tritt. Bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h schaltet die Unterstützung automatisch ab. E-Bikes hingegen fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalentritt. Sie sind ab sechs km/h zulassungspflichtig.
Dieses und vieles mehr, erfuhren die neun Teilnehmer/innen eines Pedelec-Kursus`, die das Angebot einer ausführlichen Elektrofahrrad-Schulung der Polizeiinspektion (PI) Burgdorf angenommen hatten. Polizeioberkommissarin und Verkehrssicherheitsberaterin (VSB) Stefanie Eckler begann im Sitzungsraum des örtlichen THW "Vor dem Celler Tor"
mit dem theoretischen Teil des rund dreistündigen Seminars. Sie empfahl der Gruppe, immer darauf zu achten, auch im Dunkeln deutlich sehen zu können und gut gesehen zu werden. "Dazu braucht es unbedingt eine funktionierende Beleuchtung und zur eigenen Sicherheit ein passender Helm, Jacken mit reflektierenden Streifen, Speichenreflektoren und/oder Schutzwesten", betonte Eckler. Bevor es auf den Übungskurs ging, ließ die Polizeibeamtin die Teilnehmer das Auf- und Absteigen links und rechts durchspielen.
Uwe Karow aus Celle besitzt sein Pedelec seit gut drei Monaten. "Ich bin bis heute in keine brenzlige Situation geraten." Der pensionierte Berufsfeuerwehrmann ist in seinem (Zweirad-)Leben viel gereist und war unter anderem drei Wochen auf dem Rad durch Vietnam unterwegs. "Als ich von dem Angebot der Polizei gelesen habe, war ich sofort motiviert teilzunehmen. Durch das höhere Gewicht, die höhere Geschwindigkeit und das Verhalten der Vorderbremsen ist das Handling anfangs doch ein bisschen schwierig. Eine tolle Sache, dass die Polizei eine solche Schulung durchführt", erklärte der 73-Jährige, als er sich seinen richtig eingestellten Helm aufsetzte, um den von Stefanie Eckler gesetzten Slalom-Parcours zu absolvieren.
Im Anschluss erfolgte eine kostenlose Fahrradcodierung durch Burgdorfs Kontaktbeamten Jörg "Winni" Windfuhr. Wer dafür den Kaufbeleg und seinen Personalausweis mitgebracht hatte, konnte sich dann mit einem insgesamt sichereren Gefühl auf die Heimfahrt machen.