Mit Sole im Winter kuren

Vielseitiges Salz

REGION. lps/Cb. Der Winter gibt vielfältig Gelegenheit, Salze als traditionelles Heilungs- und Stärkungsmittel für Gesundheit und Wohlbefinden einzusetzen. Manche sprechen auch von einer „energetischen Reinigung“, die die Salze bewirken sollen. Zu nennen sind Salzbäder und Soleinhalationen, Soletrinkkuren, Salzwickel, Salzpeeling. Außerdem gibt es Solespülungen für Augen und Nase sowie Anwendungen von Salzen in der Mund- und Zahnpflege.
Schon die berühmte Hildegard von Bingen empfahl solche Anwendungen. Für die Herstellung einer Sole wird ein mit Salzsteinen gefülltes Glas mit gutem Quellwasser ohne Kohlensäurezusatz aufgefüllt und verschlossen. Innerhalb von zwei bis drei Stunden entsteht eine ca. 25-prozentige Salzsole, die für eine Trinkkur geeignet ist. Nun wird die Sole aus dem Ansatzglas in ein Trinkglas gegossen. Die verbliebenen Salzbrocken können trocknen und später erneut verwendet werden. Ein Teelöffel Sole täglich soll den Organismus ins Gleichgewicht bringen und das Immunsystem stärken. In der Morgensonne angesetzte Sole ist angeblich bioenergetisch wirksamer. Ebenso sollte die Sole auch früh am Morgen verdünnt eingenommen werden. Um die entgiftende Wirkung zu unterstützen, ist es wichtig, während der Kur mindestens zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Selbst Patienten mit Bluthochdruck können an einer solchen Kur teilnehmen. Es empfiehlt sich allerdings in diesen Fällen sowie bei Vorliegen allergischer Dispositionen, vorab alle Umstände mit einem Arzt abzuklären.