Die Zeit der Igel

lps/Sf. Vorsicht! Unter Laubhaufen könnten sich Igel eingenistet haben. (Foto: Gardena)

Wie man einen Igel im eigenen Garten hält

lREGION. ps/Sf. Igel sind süße, kleine Tiere, die man am liebsten auf den Arm nehmen würde. Doch Vorsicht, sie haben viele Parasiten an ihrem Fell und an ihrer Haut, die leicht auf den Menschen übertragbar sind. Auch uns können diese Parasiten schaden, sofern sie entsprechende Krankheiten übertragen.
Doch wer nicht darauf verzichten kann, die niedlichen Tierchen bei sich im Garten zu haben, kann seinen eigenen igelfreundlich gestalten. Igel suchen ihre Nahrung auf einem großen Gebiet, weshalb der Garten nicht von anderen abgetrennt sein sollte, sondern offen, sodass er durch jegliche umliegende Gärten streifen kann.
Außerdem sollten niemals chemische Düngemittel im Garten verwendet werden, da diese Insekten abtöten, die der Igel frisst. Igel finden zwar auf abgemähten Rasen Regenwürmer, die sie fressen können, aber in ungemähten, hohen Gräsern und unter dichten Sträuchern weitere Insekten. Deshalb gilt: nur einen Teil der Rasenfläche mähen. Die Ränder der Grünfläche oder Rasen unter Büschen und Sträuchern sollten am besten gar nicht oder höchstens zweimal im Jahr gemäht werden.
Keintiere brauchen viel Schutz vor Fressfeinden, weshalb man für die kleinen Igelchen genügend davon zu bieten haben
sollte. Am liebsten mögen sie es unter dichten Hecken und Sträuchern, in Laub- und Komposthaufen sowie in Hohlräumen unter Holzstapeln.
Wichtig zu wissen ist auch, dass Igel keine Milch trinken, sondern Wasser. Eine ausreichende Wasserversorgung ist demnach Pflicht, beispielsweise in Form eines kleinen Teiches oder eines flachen Trinknapfes. Der Gartenteich sollte allerdings nicht allzu tief sein. Igel können zwar schwimmen, jedoch füllt sich ihre Lunge schnell mit Wasser, wenn sie nicht ohne Hilfe aus dem Gartenteich kommen können.
Ob wirklich ein Igel im Garten nistet, kann man anhand von Spuren wie beispielsweise Igelkot feststellen.