Beim Gardinenwechsel abgestürzt

Nicht ganz ungefährlich ist so manches Putzunterfangen. Falls dabei etwas passiert, erweist sich eine private Unfallversicherung als nützlich, da Freizeitunfälle nicht gesetzlich versichert sind. (Foto: Uwe Strachovsky/be.p)

Private Unfallversicherung zahlt für Verletzungen beim Frühjahrsputz

Region (be.p) Die Frühjahrssonne bringt es an den Tag - die Fenster müssten mal wieder geputzt werden, und überhaupt ist es an der Zeit, gründlich sauber zu machen. Mit steigenden Temperaturen nehmen die Aktivitäten in Haushalt und Garten zu - die daraus resultierenden Unfälle leider auch. Im Bestreben, auch in den äußersten Putzwinkel vorzudringen, steigt so manche Frau auf waghalsige Erhöhungen aus Drehschemel, Klappstuhl oder Leiter.
Für den Fall, dass man sich im Haushalt so schwer verletzt, dass ein dauerhafter körperlicher Schaden zurückbleibt, ist eine private Unfallversicherung nützlich. Wenn beispielsweise Wohnung oder Auto behindertengerecht umgebaut werden müssen, Betreuungskosten anfallen und eventuell eine Haushaltshilfe bezahlt werden muss, wird es ohne die Leistungen aus solch einer Police finanziell eng. Denn vom Staat ist wenig zu erwarten, da Freizeitunfälle nicht gesetzlich versichert sind. Die private Unfallversicherung zahlt die vereinbarte Summe, wenn der Unfall dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigungen nach sich zieht oder sogar zum Tod führt. Der Versicherte beziehungsweise die Familie können frei darüber verfügen.
Die Höhe der Zahlungen aus der privaten Unfallpolice richtet sich nach dem Grad der Invalidität und der vorher vereinbarten Versicherungssumme. Berechnungsgrundlage ist die so genannte Gliedertaxe: Ist man beispielsweise auf einem Auge durch den Unfall erblindet, werden 50 Prozent der Versicherungssumme gezahlt. Stiftung Warentest empfiehlt so genannte Progressionstarife. Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad wird bei solchen Verträgen bis zum Fünffachen der Versicherungssumme ausgezahlt. Andere Bausteine sind Übergangs- oder Todesfall-Leistung beziehungsweise das Krankenhaustagegeld. Um sich günstig und doch ausreichend versichern zu können, ist eine gute Beratung unerlässlich. Informieren kann man sich vorab unter www.klipp-und-klar.de beziehungsweise unter www.test.de. (be.p)
Christina Fischer