Zwischen Christen und Muslimen muss ein Dialog beginnen

Elisabeth Goldmann, Vorsitzende des Vereins Benefizz, bedankte sich bei Prof. Dr. Wolfgang Reibold für einen sehr interessanten Vortrag. (Foto: Alfred Donner)

Vortrag von Professor Dr. Wolfgang Reibold bei Benefizz

BURGDORF (r/jk). Mit der Idee, durch kulturelle Veranstaltungen den „Benefizz“-Laden zusätzlich zu beleben, hatte Elisabeth Goldmann, 1. Vorsitzende des Vereins, zum 3. Mal zum Thema „Christen und Muslime“ eingeladen. Professor Dr. Wolfgang Reibold von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Beauftragter für „Kirche und Islam“, hielt zu diesem aktuellen Thema einen bemerkenswerten Vortrag. „Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?“ lautete die immer wiederkehrende Frage.
Um einen Dialog zu diesem Punkt zwischen Christen und Muslimen zu beginnen, bildet ein voneinander Wissen die Basis, die Voraussetzung. Man muss auf seine Eigenarten, aber auch Gemeinsamkeiten hinweisen. Es muss bei der Diskussion zwischen den Religionen die „Goldene Mitte“ gefunden werden, d.h. eine verbindende Grundlage für ethische und moralische Überlegungen entstehen.
In der heutigen Zeit ist ein Miteinander zwischen Christen und Muslimen in Deutschland zu fördern, zu einer der wichtigen Aufgaben geworden. Bei den verschiedenen Punkten, die Prof. Dr. Reibold analysierte, war zu erkennen, dass unterschiedliche Vorurteile über den „Islam“ abgebaut, d.h. korrigiert werden müssen. Es müsse „ein gegenseitiges Vertrauen zwischen Christen und Muslimen wachsen“.
Sehr interessant war auch die Gegenüberstellung von Textstellen aus dem Neuen Testament und dem Koran. Ähnlichkeiten konnte man klar erkennen. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil hat die katholische Kirche unter der Bezeichnung „Wir sind Brüder und Schwestern“ ein geschwisterliches Verhältnis geschaffen. Seitens der evangelischen Kirche beginnt erst dieser Prozess.
Der Vortragsabend endete mit den Worten von Elisabeth Goldmann: „Der Verein Benefizz ist offen für alle, die mit uns gemeinsam Gutes tun wollen.“