Zweimal "Sehr gut" für Anton Göhlmann

Auszeichnung der besten Prüflinge: Zimmerer Anton Göhlmann (von links), Maurer Leon Ziemek und Metallbauer Tobias Kriesell mit Kreishandwerksmeister Thomas Hinze. (Foto: Dana Noll)

Kreishandwerkerschaft Burgdorf/Neustadt zeichnet drei Gesellen für besonders gute Leistungen aus

Altkreis (dno). Die Corona-Pandemie zeigt, handwerkliche Berufe sind krisenfest. Während viele Berufszweige derzeit mit Kurzarbeit zu kämpfen haben, boomt das Handwerk. „Viele nutzen diese Zeit, um Haus und Garten zu renovieren, umzugestalten oder Projekte umzusetzen“, weiß auch Thomas Hinze. „Das Handwerk als Wirtschaftszweig ist von der Krise nur wenig betroffen. Auch die Zukunftsaussichten sind gut, es ist ein stabiler Arbeitgeber“, so der Kreishandwerksmeister weiter.
Das wissen auch die Junggesellen Anton Göhlmann, Leon Ziemek und Tobias Kriesell zu schätzen, die bei ihren Gesellenprüfungen in diesem Jahr besonders gute Ergebnisse erzielt haben und dafür jetzt von der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf gesondert ausgezeichnet wurden. Die drei haben ihre Ausbildung bei Betrieben im Altkreis absolviert und für den theoretischen Part die Berufsbildenden Schulen (BBS) Burgdorf besucht. Sie könnten besonders stolz sein, die herausragenden Leistungen auch unter Corona-Bedingungen erbracht zu haben, betont der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Klaus Michalke. Denn in der Prüfungsphase sei einiges anders gewesen als sonst und der Unterricht sei zum Teil ausgefallen.
Anton Göhlmann ist nun Zimmerer und glänzte in seinem Abschluss sogar mit einem doppelten „Sehr gut“ sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Gesellenprüfung. Nun zieht es den 21-jährigen erst einmal in die Ferne. „Ich möchte für ein Jahr ins Ausland gehen und dort arbeiten“, berichtet er. Seine Ausbildung absolvierte er in der Fuhrberger Zimmereibetriebsgesellschaft. „Nach der Schule wollte ich unbedingt etwas Praktisches machen. Die Ausbildung hat viel Spaß gemacht und war die richtige Entscheidung.“
Leon Ziemek hat seine Ausbildung zum Maurer beim Heger Bauunternehmen in Isernhagen/Altwarmbüchen absolviert - und ebenfalls besonders gute Noten erzielt. Sein Berufswunsch habe schon seit langem festgestanden. „Schon mein Opa war Maurer, mein Vater Maurermeister und auch ich habe mich schon früh für diesen Beruf interessiert. Das Handwerkliche liegt mir. Abends zu sehen, was man geschaffen hat, ist schon ein schönes Gefühl“, erzählt er.
Direkt ins Maschinenbau-Studium geht es im Herbstsemester für Metallbauer Tobias Kriesell. Nach drei Jahren Ausbildungszeit bei Carsten Detert in Lehrte, zieht es den 21-jährigen nun wieder auf die Schulbank. „Die Möglichkeiten im Handwerk sind vielfältig. Man kann seinen Meister machen, den Betriebswirt oder auch ein Duales Studium absolvieren. Das Interesse derzeit ist groß, dies werten wir als positives Signal“, so Thomas Hinze. Daran habe auch die Corona-Epidemie nichts geändert.  „Nur 5 Prozent weniger Ausbildungsverträge wurden zum 31. Juli eingetragen, das sind die üblichen Schwankungen“, ergänzt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf Klaus Michalke.