„Zu wenig Fairtrade-Produkte in den Regalen“

Ein Picknick unter den Eichen mit fair gehandelten Produkten.

Initiativgruppe der Schülervertretung am Gymnasium Uetze organisierte Faires Frühstück

VON DANA NOLL

UETZE. „Gute Produkte in den Regalen zu finden, die fair produziert und gehandelt werden, war nicht ganz einfach. Es sind einfach noch zu wenige“, kritisierten die Mädchen der IG, der Initiativgruppe der Schülervertretung. Sie organisierten am vergangenen Montagmorgen ein Faires Frühstück für die siebenten Klassen des Gymnasiums Uetze.
Hier, auf dem Rasen unter den Eichen, machten es sich etwa 66 Schüler gemütlich und genossen die schmackhaften Produkte. Dafür wurde im Vorfeld nicht nur eingekauft sondern auch fleißig geschnippelt, gesammelt und eingekocht. Denn neben leckerer Schokocreme gab es selbstgemachte Konfitüre und selbst gebackene Brötchen - alles natürlich aus Fairtrade-Produkten zubereitet. Auch der erfrischende Quark kam bei den Schülern gut an. „Die Kräuter darin stammen aus unserem Schulgarten“, berichtet Franka Borchers. „Die Erdbeeren für den Obstsalat und die Konfitüre sind zwar nicht Fairtrade, aber immerhin aus der Region“ ergänzt Saskia Röpe „Und wenn wir gar kein Produkt gefunden haben, was irgendwie passte, dann haben wir zumindest ein Land gewählt, dass sehr nahe liegt, damit die Lieferwege kürzer sind“, so die Elftklässler. Und auch die Siebtklässler zeigten sich angetan:“Das ist wirklich eine gute Idee, wir haben alle mitgeholfen. In Zukunft werden wir mehr auf das Siegel achten.“
2014 wurde das Gymnasium unter den Eichen die erste Fairtrade-Schule in der Region Hannover. Damals wurden vom Erlös eines Sponsorenlaufs der Gymnasiasten 18 Eichen in Benrode gepflanzt und eine Fairtrade Rosenfarm in Kenia unterstützt, die für das Geld sieben Ziegen anschaffte. Seitdem gibt es immer wieder Aktionen rund um Fairtrade, mittlerweile nicht nur um das Siegel zu behalten, sondern „auch aus Überzeugung“, berichtet die Initiativgruppe. So wird im Lehrerzimmer fair gehandelter Kaffee getrunken, für den Sportunterricht wurden fair gehandelte Bälle angeschafft oder zu Weihnachten wurde fair produzierte Schokolade verkauft.