Zeitreise durch 100 Jahre

Weihnachtsdekoration an der Hannoverschen Neustadt im Jahr 1970. (Foto: SMB/Archiv)
 
Im heutigen Rathaus I befand sich 1919 noch der Ratskeller. (Foto: SMB/Archiv)

Neue Ausstellung im Stadtmuseum verknüpft Weltgeschichte mit lokalem Geschehen und kulturellen Entwicklungen / Eröffnung am morgigen Sonntag

BURGDORF (r/fh). Die Geschichte von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart ist Thema der neuen Ausstellung „1919 - 2019: eine Zeitreise durch 100 Jahre“. Sie spannt dabei den Bogen vom Weltgeschehen bis hin zu den Ereignissen in Burgdorf. Sie ist vom 30. November bis 2. Februar immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr im Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, zu sehen. die Eröffnung findet aber bereit am morgigen Sonntag, 24. November, ab 17 Uhr statt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Armin Pollehn führen Alfred Baxmann und Gerd Meier in die Ausstellung ein. Das Querflötentrio der Musikschule Ostkreis Hannover umrahmt die Veranstaltung musikalisch.
Die Schau veranschaulicht an diversen Stationen die deutsche Geschichte seit dem ersten Lebensjahr der jungen Weimarer Republik im Jahr 1919 über den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg bis hin zur Gründung und weiteren Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Zudem richtet sie den Fokus auf die Entwicklung des wiedervereinigten Deutschlands seit 1989 bis in die Gegenwart des Jahres 2019. Gleichzeitig beantwortet die Ausstellung die Fragen: Welche bedeutenden Frauen und Männer hinterließen unauslöschliche Spuren auch in Burgdorf? Wie beeinflussten die bedeutenden zeitgeschichtlichen Ereignisse das Leben der Einwohner? 

Ein umfassender Einblick in die Kulturgeschichte

Der Fokus der Ausstellung widmet sich nicht nur dem nationalen und internationalen politischen sowie dem kommunalpolitischen Geschehen. Sie gibt anhand vieler Exponate einen umfassenden Einblick in die regionale und nationale Kultur- und Sozialgeschichte der vergangenen 100 Jahre. Dabei wirft die Schau interessante Schlaglichter auf die Fortschritte in der Mobilität, die Entwicklung der Frauenrechte, die unterschiedlichen Zeitströmungen in der Kunst, Musik und Mode und auf den Wandel des Geschmacks in der Einrichtung des persönlichen Lebensumfelds der Menschen. Zu sehen ist unter anderem ein seit dem Jahr 1925 gebauter Kleinwagen Hanomag 2/10 mit dem Spitznamen „Kommissbrot“ und eine Kücheneinrichtung der sechziger Jahre. Weitere Ausstellungsabschnitte widmen sich der Kino-, Theater-, Sport- und Migrationsgeschichte.
Im weiteren Blickfeld stehen markante Episoden der Burgdorfer Handball- und Fußballhistorie und vier Beispiele für die gelungene Integration von aus dem Ausland stammenden Menschen in Burgdorf. Vorgestellt werden ferner Musikgruppen und Musikpersönlichkeiten aus der Stadt wie der Volkschor Burgdorf, der Chor des Herrn K., der Burgdorfer Kinderchor, die High Life Skiffle Group, das Professorenehepaar Alfred und Barbara Koerppen sowie der Spielmannszug der Schützengesellschaft Burgdorf, der 2019 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. 
Veranstalter sind der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf. Zum Ausstellungsteam gehören Erika Flocke, Anke Gehrke, Christel Hoffmann-Pilgrim, Heidrun und Gerhard Rickert, Franz Rothofer, Brunhilde Schmidt, Silvia Schwentke und Burkhard Wolters. Fördernde Unterstützung leisteten die Stadtsparkasse Burgdorf, die Region Hannover und die Stadtwerke Burgdorf.