"Zeigen Sie Zivilcourage"

AWO-Frauenberaterin Johanna Pfizenmaier (von links), Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape, Franziska Heckmann vom Jugendamt und Polizist Uwe Bollbach haben eine Telefonsprechstunde angeboten. (Foto: privat)

Der Burgdorfer Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt hat ein Infotelefon angeboten

Burgdorf (r/fh). Am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen haben in Burgdorf vier Experten ein Infotelefon für Betroffene sowie besorgte Freunde, Kollegen und Nachbarn angeboten: Franziska Heckmann und Anna Rotter vom Jugendamt der Stadt Burgdorf, Uwe Bollbach von der örtlichen Polizeiinspektion sowie Johanna Pfizenmaier von der Frauenberatungsstelle der AWO Region Hannover. Initiiert wurde die Telefonsprechstunde vom Burgdorfer Arbeitskreis Häusliche Gewaltunter Leitung der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape.
Gerade Nachbarn seien oft unsicher, ob sie die Polizei rufen sollten? In akuten Fällen, wenn aus einer Wohnung eindeutige Geräusche zu hören sind, sollten sie in keinem Fall zögern, sind sich die Experten einig. Und auch sonst gelte: „Lieber einmal öfter als einmal zu wenig anrufen“, so Bollbach. Denn durch nachbarschaftliche Solidarität und Aufmerksamkeit könne Frauen geholfen werden, Wege aus gewaltgeprägten Beziehungen und neue Handlungsmöglichkeiten zu finden.
Wer dennoch unsicher ist, kann sich an die Frauenberatungsstelle der AWO wenden. Denn oft helfe es auch schon, über die eigenen Beobachtungen zu sprechen, um zu entscheiden, was zu tun ist. Auch unabhängig von der Aktion zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ist die AWO-Frauenberatungsstelle das ganze Jahr über unter Telefon (05132) 823434 zu erreichen. Es sind nach Terminvereinbarung auch persönliche Gespräche vor Ort in Burgdorf möglich. Das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen www.Hilfetelefon.de bietet jeden Tag rund um die Uhr unter (08000) 116016 Beratung und Unterstützung an.
Abschließend appelliert der Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt: „Zeigen Sie Zivilcourage, zögern Sie nicht und helfen Sie betroffenen Frauen und Kindern in dem sie sich an die Fachstellen wenden.“