Zehn Schafe getötet

Dieses und neun weitere Schafe wurden auf einer Weide im Burgdorfer Holz vermutlich von einem Wolf gerissen. (Foto: privat)

Zwei weitere Tiere wurden auf der Weide im Burgdorfer Holz schwer verletzt / Jäger gehen von Wolfsriss aus

BURGDORF (r/fh). Im Burgdorfer Holz sind Ende Dezember innerhalb von einer Woche zehn Schafe gerissen worden, zwei weitere wurden verletzt. Dem Anschein nach handele es sich um Wolfsangriffe, so Oliver Brandt, Sprecher der Jägerschaft Burgdorf. Um das einwandfrei festzustellen, haben Wolfsberater die getöteten Schafe untersucht und DNA-Proben genommen. Die Ergebnisse stehen noch aus.
Die Herde gehört einem 80-jährigen Züchter, der seit rund 40 Jahren im Burgdorfer Holz Schafe hält. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember hat nun vermutlich ein Wolf sieben Schafe getötet und eines so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Etwa eine Woche später wurden zwei weitere Schafe gerissen und zwei schwer verletzt. "Die Herde wurde innerhalb kurzer Zeit von 33 auf 23 Tiere dezimiert", sagt Brandt.
Um die restlichen Schafe zu schützen, hat der Besitzer sie mittlerweile auf einen Hof in Hülptingsen getrieben. "Weidetierhaltung ist aufgrund der Wolfsproblematik im Burgdorfer Holz jetzt nicht mehr möglich", sagt Brandt. Ein Schutzzaun lasse sich dort aufgrund der Baumwurzeln nicht einen halben Meter tief eingraben. "Der Aufwand dafür wäre völlig unverhältnismäßig, erst recht für eine so kleine Herde", so der Jäger.
Mindestens zwei Wölfe leben Brandt zufolge dauerhaft im Burgdorfer Holz. Aus Sicherheitsgründen rät die Jägerschaft, Hunde im Burgdorfer Holz nur noch an der Leine zu führen, damit es zu keinem Aufeinandertreffen zwischen Wolf und Hund kommt."