Zahl der Unfälle steigt

Die Zahl der Schwerverletzten ist im Vergleich der vergangenen Jahre gesunken. (Foto: Polizei Burgdorf)

Polizeiinspektion veröffentlicht Zahlen für das Jahr 2018: Zwei Tote und zwölf Schwerverletzte auf Burgdorfs Straßen

BURGDORF (r/fh). Die Zahl der Verkehrsunfälle auf Burgdorfs Straßen ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizeiinspektion bei ihrer Analyse für das Jahr 2018. Insgesamt hat sie in den zwölf Monaten 822 Verkehrsunfälle aufgenommen. In den Jahren 2013 bis 2017 waren ist durchschnittlich 743 Unfälle pro Jahr. Das entspricht einer Zunahme von mehr als zehn Prozent.
Zwei Menschen sind im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen in Burgdorf ums Leben gekommen. Im Juni war ein 65-jähriger Radfahrer an der K112 zwischen Beinhorn und Heeßel ohne Fremdeinwirkung gestürzt und an den Folgen im Krankenhaus gestorben. Im November wurde eine 16-jährige Realschülerin an der Kreuzung Vor dem Celler Tor / Gartenstraße von einem LKW erfasst, der nach rechts abbiegen wollte. Sie erlag ihren schweren Verletzungen. Dieser Unfall hatte in Burgdorf eine Debatte über Abbiegeassistenten und die Radverkehrssicherheit ausgelöst.
Zwölf Menschen erlitten bei Verkehrsunfällen schwere und 148 leichte Verletzungen. Während die Zahl der Schwerverletzten damit unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von fast 16 lag, ist bei den Leichtverletzten ein Anstieg festzustellen. Denn in den Jahren 2013 bis 2017 verzeichnete die Polizei in dieser Kategorie durchschnittlich etwa 120.
Dabei waren insbesondere auch mehr Fußgänger und Radfahrer an Unfällen beteiligt. So waren es 2018 laut der Polizeistatistik 16 Fußgänger und 57 Radfahrer, von denen zwei getötet, drei weitere schwer und 52 leicht verletzt wurden. In den fünf vorangehenden Jahren waren durchschnittlich 46 Radfahrer pro Jahr an Unfällen beteiligt gewesen. Bei Schulwegunfälle wurden acht Kinder im Alter von sechs bis einschließlich 14 Jahren leicht verletzt. Sieben Kinder von ihren waren mit dem Fahrrad und eines zu Fuß unterwegs.
Zudem hat die Polizei in 183 Fällen wegen Unfallflucht ermittelt. Somit waren 22 Prozent und damit mehr als ein Fünftel der Verkehrsunfälle betroffen. Dabei konnten 85 aufgeklärte Vorgänge der zuständigen Staatsanwaltschaft übermittelt werden. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 46,4 Prozent. Die Polizeiinspektion betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Zeugen. Niemand brauche sich davor zu scheuen, sich bei der Polizei zu melden, wenn er eine entsprechende Beobachtung macht.