„Zacka, zacka, Bumm“ im CulturCircus Burgdorf

Der Trommelabend mit Papy Lunguangu und seinen Schülern brachte gute Stimmung in das Zirkuszelt. (Foto: Dana Noll)

Besucher hatten viel Spaß beim Trommelabend mit Papy Lunguangu

BURGDORF (dno). Das Wetter war ein Spielverderber. Doch obwohl es wie aus Eimern schüttete, war im Zelt eine wohlige und warme Atmosphäre. Das lag vor allem an der herzlichen Art von Gastgeber Papy Lunguangu und der guten Laune der Burgdorfer! Dazu gesellten sich noch afrikanische Trommelklänge und so hieß es „Manege frei für einen unterhaltsamen Abend im Schlosspark“.
„Ich möchte hauptsächlich Spaß und Freude bringen“, so Papy Lunguangu vor seinem Auftritt im Zirkuszelt. Und das war ihm auch voll und ganz gelungen! Die sonst als etwas steif verschrieenen Niedersachsen, wippten, klatschten und tanzten zu den Trommelklängen Afrikas. Papy Lunguangu und seine 14 Trommler schafften es, das Publikum mit zu reißen.
Seit sieben Jahren, jeden Donnerstag ab 17 Uhr, bringt er für jeweils eine Stunde die Leidenschaft des Trommelns ins Johnny B., erst für die Kinder, dann für die Anfänger und abschließend für die Fortgeschrittenen. „Die Trommel ist ein wunderschönes Instrument. Es macht viel Spaß und baut Stress ab“, so Lunguangu. Zwischen Einsteigern und Profis war beim Konzert nicht zu unterscheiden. „Trommeln kann jeder! Hier kann man mitmachen, auch wenn man/Frau! völlig talentfrei ist“, so Lunguangu augenzwinkernd.
Dass es gar nicht so schwer ist, das Instrument zu erlernen, konnten die Burgdorfer gleich selbst feststellen. Nach den ersten zwei Liedern, war Mitmachen angesagt. Und wer nun denken mag, die Burgdorfer wollten sich drücken, der irrt. Zahlreiche Gäste stürmten die Bühne, um sich eine Trommel zu sichern. Mit Lehrer Papy Lunguangu an ihrer Seite konnte auch nichts schief gehen. Und so spielten sie auf der Djembe (westafrikanische Trommel) oder der Palogo (Trommel aus Ghana) immer im Takt von „Zacka, zacka, Bumm“ dem begeisterten Rest-Publikum gleich ein Ständchen.
Ob es an den heißen Klängen im Zelt lag, lässt sich nicht genau sagen, doch der Regen ließ nach und die Sonne lugte für einen kurzen Moment nochmal hervor. „Die ganze Stadt sollte trommeln, an einem schönen, sonnigen Nachmittag, alle gemeinsam in Burgdorf – das ist mein Traum“, so Papy Lunguangu.