Wollust und Zorn

Die Wolllust in Gestalt einer jungen Frau: In ihrer Ausstellung in der Magdalenenkapelle beschäftigt sich Künstlerin Sabine Bachem mit den sieben Todsünden. (Foto: r)

Kulturverein Scena zeigt in der Magdalenenkapelle die Ausstellung "Sieben“ / Künstlerin Sabine Bachem beschäftigt sich darin mit den Todsünden

BURGDORF (r/fh). Kaum ist die große „ZeiTRäume“-Ausstellung zu Ende gegangen, lädt der Kulturverein Scena schon wieder zu einer Vernissage ein. Unter dem Titel "Sieben" werden in der Magdalenenkapelle auf dem alten Friedhof unter der Hochbrücke Bilder von Sabine Bachem zu sehen sein. Die Eröffnung beginnt am Freitag, 30. August, um 18 Uhr; der Eintritt ist frei. Um die Gäste in die Ausstellung einzuführen, wird der Scena-Vorsitzende Matthias Schorr mit der Künstlerin über ihre Bilder sprechen. Die Ausstellung ist dann bis zum 13. Oktober jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.
Die nordrhein-westfälische Künstlerin Sabine Bachem sieht ihre Kunst immer im Einklang mit ihrer Umgebung. Deshalb hat sie sich für ihre Ausstellung an der Namenspatronin der Kapelle – an Maria Magdalena – orientiert: Von ihr wird in alten Quellen berichtet, sie sei von sieben Dämonen besessen gewesen. Bevor sie in die Gemeinde Jesu aufgenommen werden konnte, mussten ihr diese Sünden ausgetrieben werden. Umgangssprachlich gelten Habgier, Zorn, Trägheit, Völlerei, Wollust, Eitelkeit und Neid als Todsünden.
Vor diesem Hintergrund hat die Künstlerin die ausgetriebenen Dämonen in der Gestalt von sieben jungen Frauen portraitiert und passgenau als Gobelins für die Hängung in der Kapelle angefertigt. Die jungen Frauen schauen auf die Betrachter mit einem ruhigen souveränen Blick. Jede Figur bezieht sich auf ein kunsthistorisches Vorbild. Spezifisch gewählte Tiere und Gegenstände vervollständigen die figurative Konstellation.