Wohnen wird teurer

Wohnen wird in Burgdorf und Uetze immer teurer.

Burgdorf und Uetze veröffentlichen ihre Mietspiegel 2019 / Steigerungen um bis zu 14,6 Prozent

BURGDORF/UETZE (fh). Die Mieten für neuere Wohnungen steigen in Burgdorf und Uetze weiter kräftig an – das geht aus den Mietspiegeln der beiden Kommunen für 2019 hervor. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre gab es vereinzelt Steigerungen um mehr als zehn Prozent. Demnach kosten Wohnungen, die 1995 oder später gebaut wurden, in Burgdorf durchschnittlich mehr als 7 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter, zum Teil zahlen Mieter sogar mehr als 10 Euro. Am deutlichsten fiel die Steigerung bei großen Wohnungen mit 85 Quadratmetern und mehr aus. Im Mietspiegel 2017 waren sie mit 6,73 Euro je Quadratmeter beziffert – im Mietspiegel 2019 sind es 7,71 Euro und damit 14,6 Prozent mehr.
Auch in Uetze sind die Mietpreise für Wohnungen mit mindestens 85 Quadratmetern und Baujahr ab 1995 ebenfalls um 14,6 Prozent angestiegen – wenn auch auf niedrigerem Niveau: Mieter zahlen dort jetzt durchschnittlich 5,57 Euro je Quadratmeter, die Spanne reichte dabei von 3,50 bis 7,92 Euro.
Auch kleinere Wohnungen ab dem Baujahr 1995 sind in den vergangenen zwei Jahren noch einmal teurer geworden. In Burgdorf sind die Mieten für Wohnungsgrößen von 45 bis 65 Quadratmetern um rund elf Prozent angestiegen und für Wohnungen von 65 bis 85 Quadratmetern um rund acht Prozent. In Uetze sind es in beiden Kategorien etwa sieben Prozent mehr als zwei Jahre zuvor.
Ähnlich stark war der Anstieg in Uetze auch bei älteren Wohnungen der Baujahre 1961 bis 1994 mit weniger als 45 Quadratmetern beziehungsweise 45 bis 65 Quadratmetern. Die Mieten liegen dort jetzt bei 5,44 Euro und 5,30 Euro. Wohnungen dieser Altersklasse mit mehr als 85 Quadratmetern wurden immerhin noch um rund drei Euro teurer.
Anders stellt sich das Bild in Burgdorf dar. Dort lagen die Mieten in dieser Altersklasse je nach Wohnungsgröße bei 6,10 bis 6,45 Euro. Die Veränderung fiel aber deutlich geringer aus als in Uetze: Bei kleineren Wohnungen dieser Baujahre bis 65 Quadratmetern mussten Mieter 1,7 Prozent mehr zahlen. Für größere Wohnungen sind die Mieten sogar leicht gesunken – ebenso wie für Wohnungen, die 1960 oder früher entstanden sind. In Uetze wurde diese Kategorie im Mietspiegel 2017 noch nicht erfasst.
Der Mietspiegel gibt nicht nur Aufschluss über die die Entwicklung des Wohnungsmarktes, sondern soll auch Mietern und Vermietern Orientierung geben: Bei bestehenden Verträgen sind Mieterhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich. Diese kann anhand von Alter, Größe und Ausstattung der Wohnung aus dem Mietspiegels ermittelt werden. Damit er seine rechtsverbindliche Gültigkeit nicht verliert, muss der Mietspiegel alle zwei Jahre fortgeschrieben werden.
Die Daten des Mietspiegels beruhen auf einer empirischen Repräsentativerhebung, die das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung im Auftrag der Region Hannover mit dem Stichtag 1. April 2018 bei Mietern und Vermietern durchgeführt hat. Begleitet wurde der Prozess von einer Kommission, der unter anderem die Regionsverwaltung, der Deutsche Mieterbund sowie Haus- und Grundeigentum Hannover angehören.