„Woche der Diakonie“ mit vielen Veranstaltungen im Kirchenkreis

Burgdorfs Superintendent Dr. Ralph Charbonnier (r.) bekommt seine Brötchen in der neuen Tüte mit dem Diakonie-Slogan „Gib mir eine Chance!“ überreicht. (Foto: Wolfgang Hornig)

Vielfalt des diakonischen Engagements wird in den Vordergrund gerückt

BURGDORF (r/jk). Unter dem Motto „Gib mir eine Chance!“ veranstaltet der Diakonieverband Hannover-Land die diesjährige Woche der Diakonie. Vom 5. bis 12. September werden in fünf Kirchenkreisen um die Stadt Hannover herum Veranstaltungen angeboten, die die Vielfalt des diakonischen Engagements in Kirchengemeinden und Einrichtungen darstellen. Der Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes schreibt im Vorwort zum Veranstaltungsflyer: „Wenn vierzig Prozent aller Alleinerziehenden von Hartz IV leben müssen, wenn die Wartezeiten vor unseren Schuldner-, Sucht- und anderen Beratungsstellen länger werden, müssen wir uns als Kirche und Diakonie für diese Menschen stark machen.“
Besonders helfen soll die Aktion mit 250.000 Tüten, in denen 53 Bäckereien ihre Brötchen verkaufen. Die Tüten tragen den Slogan „Gib mir eine Chance!“ vor dem Bild eines jungen Mannes. Der rückseitige Text des Diakoniepastors weist auf Menschen in Not und die Hilfsangebote der Diakonie hin. Im Internet sind unter www.diakonieverband-hannover-land.de ausführliche Infos und die Veranstaltungstermine abrufbar. Im Kirchenkreis Burgdorf konnten die Bäckereien Rückriem und Bosselmann (Burgdorf), Maaßen (Lehrte) Balkenholl (Sievershausen), Klöpper (Ahlten), Storchenbäckerei (Hänigsen), Moorbäckerei Thiele (Röddensen) und Schaller (Steinwedel) für die Kampagne gewonnen werden.
Die Woche wird am Sonntag, 5. September, um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst im St. Paulus-Kirchenzentrum, Berliner Ring 17, eröffnet. Neben der Predigt von Prof. Dr. Gerhard Wegner vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stehen die Interviews von vier in der Diakonie engagierten Frauen: Dr. Barbara Ensinger (Förderkreis Tageswohnung Burgdorf), Doris Lehrke-Ringelmann (Koordinatorin im Familienzentrum der St.-Pauluskirchengemeinde Burgdorf), Gunda Obst (Leiterin der Jugendwerkstatt Burgdorf) und Angelika Wirz (Benefizz Ladeninitiative Burgdorf). In der Predigt werden Erfahrungen aus empirischen Studien mit biblischen Perspektiven verknüpft.
Am Mittwoch, 8. September, ab 8.30 Uhr stellt die Jugendwerkstatt Burgdorf auf dem Burgdorfer Schützenplatz am Wochenmarkt ihre Arbeit vor. Um 17.00 Uhr geht es im Spittasaal, Spittaplatz 2, Burgdorf, um Muttergenesungskuren unter dem Titel „Urlaub für Mutti“ oder ein Weg zur physischen und psychischen Gesundheit? Die stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Fachverbands für Frauengesundheit e. V., Christine Rahmann, berichtet über das ganzheitliche frauenspezifische Konzept der medizinischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes.
Am Donnerstag, 9. September, ab 18.00 Uhr im St. Paulus-Kirchenzentrum, Berliner Ring 17, wird während des Kirchenkreistags in Burgdorf über die diakonische Arbeit im Kirchenkreis informiert. Die Angebote aus Kirchengemeinden, Kirchenkreis und vom Diakonieverband stellen sich vor. Der Kirchenkreistag ist eine öffentliche Veranstaltung.
Diakoniegottesdienste wird es am Sonntag, 12. September, ab 10.00 Uhr, in der Matthäuskirche Lehrte, An der Masch 26, und der Markuskirche Lehrte, Am Distelborn 3, geben. Nach den Gottesdiensten werden Diakoniebrote der Bäckerei Maaßen verkauft. Diese Brote wurden in der Woche zuvor von Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Region Lehrte gebacken.
Am Mittwoch, 15. September, lädt die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention zu einem Filmabend zum Thema „Jugend und Alkohol“ in das Haus Schillerslagerstr. 9 in Burgdorf ein. „Crash“, ein beeindruckender Film mit Wilson Gonzales-Ochsenknecht, schildert die Situation des 17-jährigen Max, der sich in der Arbeitswelt zu Recht finden muss. Der Film zeigt, wie Clique, Familie, Freundin und Arbeit Einfluss nehmen und der Alkoholkonsum zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es erwartet die Besucher eine Einführung und Interpretation des Films sowie ausreichend Zeit und Raum für Fragen und Diskussion. Referenten: Beatrix Friedrich-Werner, Leitung der Suchtfachstellen, Sozial- u. Suchttherapeutin VDR, Supervisorin DGSv*, und Tim Seehusen, Sozial- und Suchttherapeut VDR.