WLAN für die Berufsschule

Region plant umfangreiche Investitionen im Zusammenhang mit dem Digitalpakt

REGION (r/fh). Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Burgdorf sollen bald ein flächendeckendes WLAN erhalten. Schüler und Lehrer haben somit künftig die Möglichkeit, sich mit eigenen Geräten in die gesicherten Schulnetze einzuwählen und schulübergreifende Lernplattformen zu nutzen. Die Region Hannover als Trägerin der BBS kündigt für den Sommer Baumaßnahmen an, um die nötigen Netzwerkkabel zu verlegen. „Wir möchten weiter in die Digitalisierung unserer Schulen investieren und für eine zeitgemäße IT-Infrastruktur sorgen. Das ermöglicht nicht nur moderne Lernformen, sondern gerade in der Berufsausbildung auch neue und praxisnahe Inhalte", sagt Regions-Bildungsdezernent Ulf-Birger Franz.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem sogenannten Digitalpakt von Bund und Ländern: Insgesamt will die Region in den kommenden fünf Jahren über 33 Millionen Euro in die Digitalisierung ihrer Schulen investieren. Berufsschulen, Förderschulen, Abendgymnasium und Hannover Kolleg sollen in diesem Zeitraum mit leistungsfähigen Datenleitungen und Wlan, Serverlösungen, neuen Tablets und Computern sowie moderner Präsentationstechnik ausgestattet werden. Rund zehn Millionen Euro erhält die Region dafür vom Land und vom Bund, die übrige Summe muss sie selbst aufbringen.
Für die Betreuung der IT-Infrastruktur an ihren Schulen wird die Region Hannover insgesamt 27 Stellen schaffen. Dafür rechnet sie mit zusätzlichen Kosten von jährlich 1,5 Millionen Euro. „Die Digitalisierung an den Schulen wird nur gelingen, wenn Geräte und Netze professionell betreut werden und die Lehrkräfte nicht allein gelassen werden“, begründet Franz.
In einem gesonderten Programm organisiert die Region Hannover zusätzlich den Breitbandausbau an allen Schulen in der Region Hannover, die noch unterversorgt sind. Für insgesamt rund 6,2 Millionen Euro sollen 124 Schulstandorte, unabhängig von der Trägerschaft, an das schnelle Internet angeschlossen werden. Zurzeit läuft die Ausschreibung, Ende 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bund und Land tragen hierbei drei Viertel der Kosten, die Region die übrigen 1,55 Millionen Euro.