„Wissensmanagement“ zur Erhaltung von Fachwissen in der Burgdorfer Verwaltung

In der „Alten Villa“ (Rathaus II) sowie den Fachabteilungen in den verschiedenen Verwaltungsgebäuden steht eine „Geschäftsprozessoptimierung mit Wissensmanagement“ in den Startlöchern. (Foto: Georg Bosse)

Von Georg Bosse

BURGDORF. Die in den vergangenen Wochen so häufig zitierte „Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ)“ ist für die Burgdorfer Stadtverwaltung kein unbeschriebenes Blatt. Der Begriff, der gerne im Zusammenhang mit möglichen Einsparpotenzialen bei schwindenden kommunalen Einnahmen oder scheinbarer Ausgabenverschwendung ins Feld geführt wird, beschreibt im Wesentlichen die bessere Nutzung kommunaler Ressourcen sowie die Möglichkeit von Infrastrukturauslastungen bzw. -anpassungen bei in hohem Maße standardisierten und administrativen Prozessen.
„Diesbezüglich betreiben wir die interkommunale Zusammenarbeit beispielsweise schon bei der Musikschule und bei der Volkshochschule. Dazu zählt auch die jüngste Vereinbarung zwischen Burgdorf und Uetze zur Überwachung des fließenden Verkehrs in der Nachbargemeinde mit einem Burgdorfer Mobilblitzgerät oder die Prüfung einer Kooperation ,Jugendamt Burgdorf/Uetze‘“, erklärte Theo Kauter, Controller im Rathaus Burgdorf.
Um künftig die eigenen Ressourcen besser zu nutzen, ist ein Fragebogen in Arbeit, mit dem verwaltungsintern Bereiche zur so genannten „Geschäftsprozessoptimierung“ identifiziert werden können. „Dabei ist nicht die IKZ das Ziel, sondern erst einmal im eigenen Haus Abläufe zu optimieren, die Effizienz zu erhöhen, den Bürgerservice zu verbesssern sowie das Fachwissen in der Verwaltung zu erhalten.Wenn eine Optimierung nur auf Basis einer IKZ möglich ist, sollten geeignete Partner dafür gesucht werden“, unterstrich Kauter.
„Wissensmanagement“ sei überaus sinnvoll und notwendig, weil im Rathaus Aufgaben häufig nur von einzelnen oder einer kleinen Gruppe von Mitarbeiter(-innen) erledigt würden. „Fallen diese durch längere Krankheiten oder Ruhestand aus, fehlt ihr Wissen für weitere Bearbeitungen und könnte so zu erheblichen Verzögerungen bei der Durchführung von relevanten Projekten führen“, ist Bürgermeister Baxmann von der Dringlichkeit des „Wissensmanagements“ überzeugt.