„Wir wollen kompetente Leute an der Basis!“

Stark! Das DFB-Mobil mit Fabian Hellberg (links außen) und Micheal Spiegel (rechts) parkt beim SV Sorgensen. Stephanie Paetsch freut sich (ganz rechts außen). (Foto: Svenja Steinseifer)
 
Geschickt gespielt: Abwechslung zwischen Üben und Spielen ist für Fabian Hellberg beim Training wichtig. (Foto: Svenja Steinseifer)

DFB-Mobil mit Demo-Training beim SV Sorgensen zu Gast

SORGENSEN (svs). Als ein „Coach für die Trainer“ verstehen sich die Teamer des DFB-Mobils. In ganz Niedersachsen zeigen Michael Spiegel und Fabian Hellberg, wie gutes Training aussehen kann. Für die Betreuer, Trainer und Nachwuchs-Spieler des SV Sorgensen ist das DFB-Mobil eine „tolle Abwechslung“.
„Entweder Trainer, Coach oder Du – Sie gibt es beim Fußball nicht“, das stellte Fabian Hellberg gleich als erstes auf dem Platz des SV Sorgensen klar. Schließlich sind wir hier beim Fußball. Pünktlich um 11 Uhr rollte das DFB-Mobil am vergangenen Samstag auf den Trainingsplatz. „Ich finde das richtig super“, freute sich Alexandra Papaioannou, Betreuerin der oberen F-Jugend, „und das ging echt schnell!“ In der F-Jugend spielen Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren. „Und für die ist das natürlich richtig klasse, die waren total aufgeregt“, sagte Papaioannou.
Den Teamern Michael Spiegel und Fabian Hellberg geht es vor allem darum, Menschen zu motivieren, eine Trainerlizenz zu machen. „Wir möchten kompetente Leute an der Basis haben“, betonte Michael Spiegel. „Qualifizierungsmethode“ nennt der Deutsche Fußballbund die Aufgabe des DFB-Mobils. „Gute lizensierte Trainer sind enorm wichtig“, sagte Spiegel während die Nachwuchs-Fußballer ihre Bälle geschickt um die Fahnenstangen manövrieren.
„Gerade in einem kleinen Verein muss man einiges bieten“, betonte Stephanie Paetsch, Jugendwartin des SV Sorgensen, „um die Leute zu halten.“ Alexandra Papaioannou fand eines besonders gut: „Dadurch das das DFB-Mobil kostenlos ist, kann wirklich jeder mitmachen“, freute sich die Betreuerin. Für Michael Spiegel, Fabian Hellberg und Stephanie Paetsch sind Integration und Mädchenfußball ebenfalls wichtige Themen.
„Wir haben uns von der WM viel versprochen“, sagte Spiegel, „aber das hat leider nicht geklappt.“ Dass „Mädchenfußball immer ein Thema ist“, weiß auch Stephanie Paetsch. Außer Jugendwartin ist die Fußballerin auch noch Staffelleiterin beim Niedersächsischen Fußballverband Hannover Land und Frauenreferentin. „Das Denken, Fußball ist ein reiner Jungensport, ändert sich gottseidank so langsam“, sagte Paetsch, „Mädchen- oder Frauenfußball braucht einfach Leute, die voll und ganz dahinter stehen“, betonte sie – und tut es auch.
Nach anderthalb Stunden Training ging es ab in die warme Kabine zu einem Vortrag von Michael Spiegel, der seinen Job liebt. „Man kommt in Gegenden, wo man wirklich noch nie vorher war und vielleicht sogar denkt – hoppla hier geht die Welt noch weiter“, sagte der Trainer. Für eine gelungene Übungseinheit sind für die Teamer der Spaß am Ball, viele Ballkontakt und Abwechslung im Training elementar wichtig. Lange Wartezeiten, unklare Regeln oder Langeweile haben in einem starken Training nichts zu suchen.
Mit Feuereifer sind die kleinen Fußballer des SV Sorgensen dabei und passen, dribbeln und schießen, was das Zeug hält. „Wir haben uns wirklich riesig gefreut“, sagte Stephanie Paetsch, „das ist echt mal was anderes!“ Und der Mädchenfußball? „Naja“, Micheal Spiegel sieht die Sache positiv, „vielleicht klappt es ja mit der Europameisterschaft 2012!“
Mehr Informationen zum DFB-Mobil gibt es auch unter www.training-wissen.dfb.de.