„Wir sind alle über 50!“: Gutes tun und Spaß dabei haben

Manfred Dunker (li.) findet es eine ausgezeichnete Idee, dass für 23 Burgdorfer Persönlichkeiten jetzt eine Ausstellung in der KulturWerkStadt eröffnet wurde, die das ganz persönliche ehrenamtliche Engagement der Ü50-(Un-)Ruheständler würdigt. (Foto: Georg Bosse)

Neue Ausstellung porträtiert 23 Burgdorfer Persönlichkeiten

BURGDORF (gb). Vor sechs Jahren veröffentlichte der MARKTSPIEGEL seine Porträtreihe über die „stillen Stars“ in Burgdorf. Über Menschen, ohne deren großes ehrenamtliches Engagement in Burgdorf weitaus weniger „Leben Sta(d)ttfinden“ würde. Unter ihnen waren auch damals schon Personen, denen seit dem vergangenen Dienstag eine Ausstellung in der KulturWerkStadt gewidmet ist. Insgesamt 23 Burgdorfer Persönlichkeiten werden dort bis zum 12. September unter dem Motto „Wir sind alle über 50! - (Un-)Ruheständler in Burgdorf“ mit charakteristischen Einzelporträts präsentiert.
Zurückgehend auf eine Initiative des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) sowie in Kooperation mit dem Förderverein Stadtmuseum, der Stadt Burgdorf und der Stadtsparkasse (SSK) zeichnen Ute Behder und Horst Weick (Fotos) für die Konzeption und Zusammenstellung dieser öffentlichen Würdigung verantwortlich. „Stadtleben will organisiert und inszeniert sein. Es braucht immer wieder neue Ideen und Aktivitäten, die von den hier anwesenden aktiven (Un-)Ruheständlern häufig über Jahrzehnte hinweg angeregt und unternommen worden sind. Denn nicht die Häuser machen eine Stadt, sondern ihre Menschen“, bedankte sich Bürgermeister Alfred Baxmann bei den rastlosen Ruheständlern.
Die Ausstellung sei eine ausgezeichnete Idee, so VVV-Vorstandsmitglied und „Multi-Unruheständler“ Manfred Dunker (Schillerslage), weil die bürgerschaftliche Beschäftigung der Senioren im gemeinnützigen, kirchlichen, kulturellen und sozialen Bereich zur (weiteren) Motivation auch Erfolg und Anerkennung brauche. Eine solch motivierende Anerkennung sei die Verleihung der „Bürgermedaille“ sowie des inoffiziellen Titels eines „Burgdorf Botschafters“, sagte Dunker weiter. Aber man habe auch in Burgdorf das Probelm, dass es an Aktiven aus der nachrückenden Generation der etwa 40- bis 50-Jährigen fehle, bedauerte er. „Dabei macht Gutes tun viel Spaß, erhält die körperliche Fitness und die geistige Frische“, bekräftigte Manfred Dunker.
Die Männer und Frauen, die nach dem aktiven Berufsleben unzählige positive Beiträge für Burgdorf geleistet haben und deren Einzelporträts in der KulturWerkStadt von ihrem ganz persönlichen ehrenamtlichen Engagement erzählen sind: Heinz-Jürgen Averwerser, José Alvarez, Armin Baur, Fritz Bredemeier, Lothar Dierßen, Manfred Dunker, Ilse Effer, Klaus Fuhrmann, Wilhelm Füllkrug, Günter Giesbert, Bruno Häger, Wolfgang Kohl, Horst Lindner, Karen Lüders, Hildegard Mahn, Gerfried Marx, Jürgen Mollenhauer, Volker Opel, Franz Skritek, Helmut Smailus, Helga & Detlef Wichmann sowie Hans Wißmann.
Die KulturWerkStadt in der Poststraße 2 ist samstags und sonntags jeweils von 14.00 bis 17.00 geöffnet. Am „Kunstmarkt“-Sonntag, 5. September, stehen die Türen schon ab 11.00 Uhr für Besucher offen. Der Eintritt ist frei.