„Wir Salonlöwen“ auf Operettenpirsch in Burgdorf

Ein stimmungsvoller Strauß heiterer Melodien

BURGDORF (gb). Zu ersten Mal wagten sich „Wir Salonlöwen“ in ein neues Revier - auf die Burgdorfer Bühne des Theaters am „Berliner Ring“. Die zehn „musikalischen Großkatzen“ sind allesamt Orchestermusiker und gehören vornehmlich der Philharmonie des Hildesheimer Theaters für Niedersachsen (TfN) an.
Das fast ausverkaufte Haus in Burgdorf erlebte eine formidable Formation im Stile historischer „Salonorchester“. Mit Stehgeiger Oleg Zubarev pirschte das klassische Instrumentalistenrudel mit einem Spritzer Weihnachtsstimmung durch die (wilde) Welt der Operette (ital. für „kleine Oper“). Sie fielen in Franz Lehárs „Maxim“ („Lustige Witwe“) ein und entführten die Zuhörer mit einer Ouvertüre von Jaques Offenbach (1819-1880), den französischen Komponisten mit deutsch-jüdischer Vergangenheit und Begründer der modernen Operette als eigenständiges Genres, in „Orpheus` Unterwelt“. Da sich Operetten durch eingängige Musik sowie durch heitere und/oder sentimentale Handlungen auszeichnen, war dann auch das Konzert von „Wir Salonlöwen“ ein vergnügliches Allerlei aus bekannten und beliebten Bühnenwerken, das dem Publikum viel Freude bereitete.