Wikingerchef muss fegen

Mit einer Zahnbürste muss Alexander Solisch die Rathaustreppe von Kronkorken befreien. (Foto: Helmut Steinseifer)

An seinem 30. Geburtstag bereiten Vereinsmitglieder und Freunde Alexander Solisch einen großen Empfang am Rathaus

BURGDORF (hst). Dreißig Jahre alt und unverheiratet, das bedeutet „Rathaustreppe fegen“. So erging es am Abend des 18. Dezember auch dem Vorsitzenden des Fanfarencorps Wikinger Alexander Solisch. Freunde holten ihn zu Hause mit dem Bollerwagen ab und chauffierten ihn auf etwas holpriger Fahrt zum Rathaus I an der Marktstraße.
Dort empfingen ihn seine Wikinger mit Beifall und Musik und weil sich auch noch viele andere Freunde, Bekannte und neugierige Passanten versammelt hatten, gab es mehr Gedränge als bei so mancher Hochzeit. Doch nach ausgiebigen Gratulationen, kam an diesem Abend noch eine Menge Arbeit auf Alexander Solisch zu.
Denn zu seinem Entsetzen wurden zwei große Tonnen Kronkorken auf die Rathaustreppe gekippt, die beseitigt werden mussten. Um die Sache zu erschweren, wurde das Handwerkszeug natürlich klein gehalten. Als Fegehilfe stand nur eine Zahnbürste zur Verfügung. Geduldig machte sich der 30-jährige mit musikalischer Begleitung seiner Wikinger-Kollegen ans Werk.
Nachdem die Treppe gefegt war, machte sich die gesamte Schar geschlossen auf den Weg ins Vereinsheim an der Friederikenstraße, wo noch kräftig weitergefeiert wurde. Alexander Solisch hat das Amt des Vorsitzenden des Fanfarencorps Wikinger Burgdorf vor zwei Jahren von seinem Onkel Ralf Solisch, als jüngster Wikingerchef überhaupt, übernommen.