Wiedersehen mit der Piper

Dieter Krause (links) freut sich über den Besuch des Piloten Bernd Heuberg mit der Piper, mit der er selbst vor zwölf Jahren nahe des Flugplatzes abgestürzt ist. (Foto: LSV Burgdorf)

Zwölf Jahre nach seinem Absturz mit dem Traditionsflugzeug feiert LSV-Urgestein Dieter Krause den glimpflichen Ausgang des Unfalls und freut sich über den Besuch des neuen Besitzers mit der alten Maschine

EHLERSHAUSEN (r/fh). Schon von weitem zeichnet sich das leuchtende Gelb am Himmel ab und als sie zur Landung ansetzt, ist auch das Kennzeichen D-EINZ zu erkennen: Auf den Tag genau zwölf Jahre nach dem Absturz ist die Piper 150 Super Cup, das ehemalige Schleppflugzeug des Luftsportvereins (LSV) Burgdorf, wieder zum Fluggelände "Großes Moor" zurückgekehrt.
Tief bewegt stand LSV-Urgestein Dieter Krause an der Landebahn. Bei seinem letzten Flug mit diesem Traditionsflugzeug war er am östlichen Flugplatzrand in den Wald gestürzt. Dieter Krause hatte großes Glück: Obwohl die Piper verkehrt herum in den Bäumen hing und völlig zerstört war, blieb er fast unverletzt. Aus Dankbarkeit dafür, lud der 85-jährige nun am zwölften Jahrestag seines Unfalls zu einer "Geburtstagsfeier" ein.
Als Überraschungsgast kam Bernd Heuberger, der neue Besitzer der Piper, aus der Nähe von Freiburg zu Besuch. Er steuerte das Gelände in Ehlershausen mit dem gelben Flugzeug an, das den langjährigen LSV-Mitgliedern noch so vertraut ist. Nach dem Unfall hatte der Burgdorfer Verein den zerstörten Flieger verkauft. Ein Fachmann baute ihn danach wieder auf und restaurierte ihn. Jetzt ist der 56-jährige Fluglehrer Bernd Heuberg stolzer Besitzer des Oldtimers. Als er nun auf dem Flugplatz in Ehlershausen landete, war der damilige Dieter Krause gerührt und nahm den Piloten in die Arme.
Wie war es vor zwölf Jahren zu dem Unfall gekommen? Nach einem Flug mit einem Segelflugzeug im Schlepp setzte nach dem Ausklinken des Seglers im Landeanflug der Motor aus. Es fehlten zur sicheren Landung ein paar Meter Höhe, zum Glück fing die Maschine beim Aufschlag kein Feuer.
Das Flugzeug amerikanischer Bauart hatte bis zum Absturz 6500 Flugstunden auf dem Buckel. Viele LSVer mit Motorflugschein sind damit geflogen und haben tausende von Schleppflügen damit gemacht, am häufigsten Dieter Krause mit rund 4000 Starts und Landungen und vielen hundert Flugstunden.