"Wie geht Kommunalpolitik?"

Sechs Politikerinnen und ein Politiker aus Burgdorf lassen sich von interessierten Frauen über die Schulter schauen

BURGDORF (r/fh). Mit dem Mentoring-Programm „Frau Macht Demokratie“ will das Land Niedersachsen mehr Frauen als Kandidatinnen für die nächste Kommunalwahl 2021 gewinnen. Denn in der Lokalpolitik sind die Männer noch immer deutlich in der Mehrheit. So auch in Burgdorf, wo nur neun der 36 Ratsmitglieder weiblich sind. „Es gibt viele Frauen, die politisch aktiv sind, beispielsweise in Vereinen wie dem Frauen- und Mütterzentrum oder in den Elternräten. Diese Frauen zu motivieren, auch das öffentliche Parkett zu betreten und ihre Interessen zu vertreten, ist unser Anliegen", sagt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape.
Deshalb haben sich auf ihre Initiative hin sieben Politiker und Politikerinnen bereit erklärt, in einer Eins-zu-Eins-Betreung interessierten Frauen einen Einblick in die Arbeit der politischen Gremien und Parteien zu geben und ihnen dabei zu helfen, Kontakte zu knüpfen. Die Ratsfrauen Christa Weilert-Penk, Christiane Gersemann und Simone Heller beteiligen sich bereits zum wiederholten Male. Die Ratsfrau Anne Frick, die Regionsabgeordnete Sinja Münzberg und die Otzer Ortsbürgermeisterin Ulla Träger sind zum ersten Mal als Mentorinnen dabei, haben ihren Einstieg in die Kommunalpolitik aber selbst einmal über das Programm gefunden.
Auch der neue Bürgermeister Armin Pollehn engagiert sich zum ersten Mal als Mentor und bildet ein Tandem mit seiner Tochter Roxana. Die sieben Tandems haben sich im Rathaus zu einem ersten Kennenlernen und zum Austausch getroffen. Von jetzt an wollen sie sich regelmäßig zu einem Stammtisch treffen und ab Januar 2020 Informationsveranstaltungen unter anderem zum Haushaltsrecht, zur Rats- und Verwaltungsarbeit und zu Kitas und Kinderbetreuung anbieten, die auch für andere Interessierte offen sind.