Wie Frauen den Drahtesel eroberten

Lange Zeit galt es als unschicklich für Frauen, einen Drahtesel zu besteigen. (Foto: VVV)

Führung durch Ausstellung am 13. Oktober mit Walter Euhus

BURGDORF (r/jk). Im vorletzten Jahrhundert galt es als unschicklich für Frauen, einen der Männerwelt vorbehaltenen Drahtesel zu besteigen und damit in der Öffentlichkeit zu radeln. Wie es Frauen gelang, gegen den Willen der Männer ihr Recht auf selbstbestimmte Fortbewegung auf dem Fahrrad durchzusetzen, zeigt die Ausstellung der Radfahrgalerie Burgdorf „Frau und Fahrrad – na und?“, die bis zum 20. Oktober in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu sehen ist.
Als maßgebliche Sponsoren beteiligten sich die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Hannoversche Volksbank an der Realisierung der Fahrradschau. Für deren Präsentation zeichnen der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt verantwortlich (Öffnungszeiten: sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr).
Die Besucher begegnen zahlreichen historischen Fahrradmodellen, deren Konstruktionen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auf das Fahrverhalten weiblicher Nutzer ausgerichtet waren. Der VVV lädt am Sonntag, 13. Oktober, um 15.00 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung ein, deren Leitung Walter Euhus, Gründer der Radfahrgalerie Burgdorf, übernimmt. Er berichtet über das historische Umfeld der vorgestellten Frauen-Fahrräder und skizziert in einem kurzen Abriss die wichtigsten Etappen der weiblichen Emanzipation auf dem Fahrrad. Der Eintritt ist frei.
Aktuell ist eine neue vom VVV und dem Förderverein Stadtmuseum herausgegebene Bestandsaufnahme der Radfahrgalerie Burgdorf erschienen, die aus der Feder von Walter Euhus stammt. Er gibt dem Leser einen kenntnisreichen Überblick über alle Exponate und ihre fahrradhistorischen Hintergründe. Erhältlich ist die mit Unterstützung der Hannoverschen Volksbank herausgegebene Broschüre in der KulturWerkStadt und im Stadtmuseum zu den üblichen Öffnungszeiten. Die Schutzgebühr beträgt 3 Euro.