„Weiße Adler“ waren im „Schwarzen Ross“ auf Höhenflug

Im Burgdorfer Jazzclub „Black Horse“ breitete die „White Eagle Jazz Band“ aus Berlin ihre musikalischen Schwingen aus. (Foto: Georg Bosse)

„White Eagle Jazz Band“ eröffneten fünftes Konzertjahr der „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“

BURGDORF (gb). Ende des 19. Jahrhunderts verschmolzen verschiedenartige Einflüsse zum ersten, voll ausgebildeten Stil des Jazz, der nach dem Ort seiner Entstehung „New Orleans-Jazz“ genannt wurde. Dabei waren Dynamik und Vitalität wichtiger als musikalische Feinheiten. Zumal eine ständige Fluktuation der Mitwirkenden, unter anderem bei New Orleans-Funerals (Beerdigungen) und Mardi Gras-Umzügen, herrschte.
Für diesen rauen, ursprünglichen, schwarzen Jazz begeisterten sich vor über vier Jahrzehnten sieben junge Musiker in Berlin. Als „White Eagles“ erspielten sich die Berliner schnell einen exzellenten Ruf und galten bald als führende europäische Formation dieses Stils. Zwischenzeitlich aufgelöst, fand die „White Eagle Jazz Band“ vor wenigen Jahren wieder zusammen und gastierte am vergangenen Samstagabend als namhaftes Sextett im Burgdorfer Jazzclub „Black Horse“.
Mit Simon Holliday (p; voc.), Uwe Geres (b), Roger Radatz (drum), Wolfgang Rügner (tb.), Raimer Lösch (tromp; voc.) und Heiner Ranke (kl; sax; voc.) startete der Kulturverein „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“ im fünften Jahr seines Bestehens in seine swingende Veranstaltungsreihe 2011. Und rund 150 Jazzfans waren dabei, als die „Weißen Adler“ bei dem Gig im „Schwarzen Ross“ einer vom Aussterben bedrohten Musikrichtung meisterhaft Leben einhauchten.