Wechsel bei der DRK-Bereitschaft

Die 34-jährige Miriam Leskau übernimmt die Leitung der DRK-Bereitschaft Burgdorf/Uetze.
 
Die 34-jährige Miriam Leskau übernimmt die Leitung der DRK-Bereitschaft Burgdorf/Uetze.

Die 34-jährige Miriam Leskau übernimmt die ehrenamtliche Leitung

Burgdorf (fh). Ob beim Schützenfest, beim Oktobermarkt oder bei Reitturnieren: Wenn alles gut geht, bleiben die Helfer von der DRK-Bereitschaft Burgdorf/Uetze im Hintergrund – doch im Notfall sind sie zur Stelle und kümmern sich um Kranke und Verletzte. All das hat Jens Berking-Tabbert in den zurückliegenden vier Jahren koordiniert. Jetzt gibt er seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen ab. Seine Nachfolge tritt die 34-jährige Miriam Leskau an.
Erst vor zwei Jahren hat sie den Weg zum Roten Kreuz gefunden, doch seitdem ist sie mit ganzem Herzen dabei – sowohl beruflich im Rettungsdienst als auch ehrenamtlich bei der Bereitschaft. „Ich hätte gern noch ein bisschen gewartet, bevor ich die Leitung übernehme“, räumt sie ein. Doch sie freue sich auf ihre neue Aufgabe. Unterstützung bekomme sie dabei von Marvin Eisfeld, der weiterhin Stellvertreter bleibt, aber auch von den übrigen Mitgliedern. „Mehr als schiefgehen kann es ja nicht“, schiebt Leskau mit einem Lächeln nach.
Doch obwohl ihr das eigentlich alles ein bisschen zu früh komme, habe der Zeitpunkt auch Vorteile. „Aufgrund der Corona-Epidemie fallen ja fast alle großen Veranstaltungen aus, sodass wir kaum Dienste haben“, begründet Leskau. So könne sie sich erst einmal in Ruhe in die organisatorischen Abläufe einarbeiten. Mit der Gestaltung der Dienstabende, die ihr künftig ebenfalls offiziell obliegt, ist sie schon vertraut. „Auch in den zurückliegenden Monaten habe ich mich bereits darum gekümmert, Themen ausgewählt und selbst etwas dazu vorgetragen oder Referenten eingeladen“, erzählt sie.
Bis 2018 hat Leskau in einem biotechnologischen Labor gearbeitet. Zunächst hatte sie eine entsprechende Ausbildung gemacht, dann studiert und schließlich sogar an einer Doktorarbeit geschrieben. „Lange Zeit hat mir das Spaß gemacht, doch irgendwann war ich immer unzufriedener“, blickt sie zurück. Vor allem die Ellenbogenmentalität und das Arbeitsklima in der Forschung hätten sie gestört, außerdem habe sie gemerkt, dass sie die Laborarbeit nicht als sinnstiftende Lebensaufgabe empfinde.
Auf der Suche nach einer Alternative entschied sie sich schließlich für einen dreimonatigen Lehrgang zur Rettungssanitäterin. „Diese Tätigkeit macht mir unheimlich viel Spaß und erfüllt mich“, sagt sie. Um auch langfristig eine Perspektive in diesem Bereich zu haben und sich weiterzuentwickeln, absolviert sie deshalb jetzt eine dreijährige Ausbildung zur Notfallsanitäterin.
Das Fachwissen aus ihrer Ausbildung könne sie auch bei der DRK-Bereitschaft einbringen. Das sei aber keine Voraussetzung: Mitmachen könne jeder, der Lust darauf habe und motiviert sei. Zur Zeit hat die Bereitschaft 19 Mitglieder im Alter von 14 bis 74 Jahren. Die meisten kommen aus Burgdorf, vier aus Uetze. An den Dienstabenden nehmen regelmäßig sechs bis zehn von ihnen Teil. „Wer sich ehrenamtlich bei uns engagieren möchte, braucht keine Vorkenntnisse“, betont Leskau.
Interessierte seien bei den Dienstabenden jederzeit willkommen. Sie finden alle zwei Wochen freitags ab 19 Uhr in der Bereitschaftsunterkunft, Wilhelmstraße 3b in Burgdorf, statt. Der Eingang ist über den Parkplatz gegenüber vom Kino Neue Schauburg zu erreichen. Weitere Infos gibt es auch unter Telefon (05136) 81717 (ggf. auf den Anrufbeantworter sprechen) oder per E-Mail an m.leskau_drk-burgdorf@web.de.