„Wach für die Würde des Menschen werden“

Vor der Kranzniederlegung durch die Freiwillige Ortswehr Burgdorf hielt Hartmut Berkowsky seine Ansprache anlässlich der Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2011 am Ehrenmal im Burgdorfer Stadtpark. (Foto: Georg Bosse)

Hartmut Berkowsky sprach zum Volkstrauertag am Ehrenmal

BURGDORF (gb). Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein „stiller“ staatlicher Gedenktag, zu dem seit 1952 alljährlich zwei Sonntage vor dem Ersten Advent der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aufruft und der an die Kriegstoten sowie Opfer von Gewaltherrschaft und Terror aller Nationen erinnert. Die zentrale Feierstunde in Burgdorf findet jedes Jahr am Ehrenmal im Stadtpark statt.
Die Ansprache für diese Gedenkfeier hielt in diesem Jahr der Diakon der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus, Hartmut Berkowsky, zu der traditionell die Reservisten- und Marinekameradschaften Burgdorf, die Burgdorfer Schützengesellschaft und die Freiwillige Ortsfeuerwehr Abordnungen entsandt hatten. Die angemessene, musikalische Umrahmung wurde, wie in den Jahren zuvor, vom Feuerwehrmusikzug der Freiwilligen Feuerwehren Burgdorf/Hänigsen gestaltet.
Hass, Gewalt, Kriege und Terror, die allein dem Machtanspruch und dem Machtrausch der (Über-)Mächtigen auf Kosten anderer Menschen dienten, existierten bis heute, prangerte der Diakon an. Dem setzte er eine „Entfeindungsliebe“ entgegen. „Denn zum Frieden gibt es keine Alternative. Wir dürfen uns nicht mehr zu Feinden machen lassen und endlich wach für die Würde und den Wert des Menschen werden“, betonte der Katholik.
Hartmut Berkowskys Friedensappell endete mit einem Gebet und dem anschließenden „Vater unser“, woraufhin die Kranzniederlegung durch die Freiwillige Feuerwehr erfolgte.