VVV Ü 50 erkundet ehemalige Kohlereviere des Deisters

Wandertour durch das Fuchsbachtal am 21. Juni

BURGDORF (r/jk). VVV Ü 50 - der Club für aktive (Un)Ruheständler lädt am Donnerstag, 21. Juni, zu einer geführten Wandertour durch das Fuchsbachtal im Deister ein. In diesem reizvollen landschaftlichen Umfeld entdeckt der aufmerksame Wanderer zahlreiche Relikte des Steinkohlebergbaus, der dort über zwei Jahrhunderte beheimatet war. Die Teilnehmer treffen sich um 8.30 Uhr in der Wartehalle des Burgdorfer Bahnhofs und brechen mit dem Zug nach Barsinghausen auf. Die Rückkehr ist gegen 18.00 Uhr geplant. Jeder Wanderer ist für festes Schuhwerk und seine Verpflegung eigenverantwortlich. Die Wanderführung übernehmen Dieter Frank und Gerd Böhm.
Die rund 11 Kilometer lange Wandertour führt die Teilnehmer zu den ehemaligen Betriebsstätten des Steinkohlebergbaus im Deister. Er hinterließ viele sichtbare und verborgene Spuren in der Landschaft. Bereits im Jahr 1695 begann der erste dauerhafte Bergwerksbetrieb im Deister in der Nähe von Wennigsen. Im Barsinghäuser Fuchsbachtal startete 1831 der gewerbsmäßige Abbau von Deisterkohle. Da sich das Abbaugebiet im Besitz der örtlichen Klosterkammer befand, erhielt das Bergwerk den Beinamen „Klosterbergwerk“. Seit 1857 befand es sich im staatlichen Eigentum. 1925 übernahm die Preußische Bergwerks - und Hütten-Aktiengesellschaft (PREUSSAG) den Steinkohleabbau. Knapp 100 Jahre später zwangen wirtschaftliche Gründe die Betreiber, im Jahr 1956 das Werk endgültig zu schließen. Fast 5000 Arbeitskräfte verloren damit ihre bisherige Lebensgrundlage. Lange Zeit hatte die Gemeinde Barsinghausen mit den ruinösen Folgen dieses wirtschaftlichen Fiaskos zu kämpfen.
Teilnehmerkarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862 erhältlich. Für VVV-Mitglieder gibt es Ermäßigungen.