VVV-Theater präsentiert puren Komödiengenuss

Das Ensemble des VVV-Theaters (hier bei der Satire „Jetzt aber schnell“) wird bei der Komödie „Das Phantom oder in die Oper“ für jede Menge Spaß und Heiterkeit sorgen. (Foto: VVV)

Premiere des Stückes „Das Phantom oder in die Oper“ am 12. April

BURGDORF (r/bs). Erhöhte Ansteckungsgefahr für Heiterkeitsausbrüche gehört zu den beabsichtigten Nebenwirkungen des VVV-Theaters. Ausgelassener Frohsinn bricht sich auch die Bahn bei der neuen Komödie „Das Phantom oder in die Oper“ von Claudia Klein, zu deren Premiere das VVV-Theater am Freitag, 12. April, einlädt.
Die Spielleitung liegt in den Händen von Christine Garms. Vorstellungsbeginn ist um 20.00 Uhr im Theatersaal des JohnnyB. (Sorgenser Straße 30). Am Samstag, 13. April, um 20.00 Uhr, Sonntag, 14. April, um 15.00 Uhr sowie am Freitag, 19. April, und Samstag, 20. April, jeweils um 20.00 Uhr folgen weitere Aufführungen. Nur noch wenige Theaterkarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136-1862, erhältlich. VVV-Mitglieder bekommen Ermäßigungen.
Claudia Klein zieht für ihre rasante Komödie alle Register humoristischen Überschwangs. Was geschieht auf der Bühne? Heute vor einem Jahr lernte die junge Chantal (Line Polomski) den smarten Bernd kennen und verliebte sich Hals über Kopf in ihn. Obwohl sie eigentlich für ihr Studium zu lernen hätte, lässt sich Bernd nicht davon abbringen, mit ihr am Abend den Jahrestag ihres Kennenlernens gebührend feiern zu wollen. Dafür hat er Karten für das „Phantom der Oper“ besorgt.
Am Abend hetzt Chantal von ihrer Werbeagentur nach Hause, um sich pünktlich für Bernd in einen ausgehfertigen Zustand zu versetzen. Um fünf vor sieben klingelt es. Als sie öffnet, steht dort aber nicht Bernd, sondern ihre Mutter Gertrud (Sabine Röhrs), die sie mit lästigen Fragen aus der Fassung bringt. Eigentlich sollte sie Bernd noch gar nicht kennenlernen. Aber wie lässt sich das noch verhindern, da er sicher gleich vor der Tür steht?
Als es kurz darauf ein weiteres Mal klingelt, scheint eine Begegnung zwischen Mutter und Bernd unausweichlich zu sein. Völlig perplex registriert Chantal, dass ihr statt Bernd ein fremder gesetzter Herr namens Heinrich Markwart (Oliver Kornrumpf) gegenübersteht, der sich als der Vater ihres Freundes vorstellt. Er versucht ihr einzureden, dass sein Sohn nicht standesgemäß für sie sei und sie doch bitteschön andere junge Männer in ihr Liebesgarn wickeln solle.
Kurz darauf ist das Chaos nicht mehr aufzuhalten. Wieder schellt es an der Tür und ein unbekannter junger Mann namens Kevin (Yannick Will) betritt die Wohnung. Chantals resolute Mutter meint nun, ihrem Schwiegersohn zu begegnen und will ihn in ihre Arme schließen. Um der erdrückenden Umarmung der Matrone zu entgehen, bleibt dem verwirrten Kevin nur die panikartige Flucht.
Verzweifelt überlegt sich Chantal, wie es ihr gelingen könnte, ihre Mutter wieder loszuwerden. Kann ihre beste Freundin Tina (Kristina Isotov) vielleicht helfen? Doch weit gefehlt. Auch der schnell herbeigeeilten Tina gelingt es nicht, die hartnäckig verweilende Mutter zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Als letzter Rettungsanker
kommt jetzt eigentlich nur noch Tante Lisbeth (Katharina Ehlers) infrage. Hat diese eine Idee, Gertrud vor Bernds Eintreffen aus dem Haus zu schaffen?
Schon wieder bringt sich die Türklingel zu Gehör. Jetzt ist alles zu spät und Mutter und Bernd werden aufeinandertreffen, fürchtet Chantal. Doch zu ihrem großen Erstaunen erscheint immer noch nicht ihr sonst so pünktlicher Geliebter, sondern ihre Freunde Susi (Rhonda Neumann) und Chris (Sven Müller), die für neue Aufregung sorgen.
Verflixt noch mal, wo bleibt eigentlich Bernd, fragt sich Chantal nun immer verwirrter, die hin und her gerissen ist zwischen der Erleichterung, dass ihre Mutter nicht auf Bernd trifft, und der Sorge, wohin es ihn verschlagen hat. Bis Autorin Claudia Klein die Zuschauer über Bernds Verbleib aufklärt, folgt eine vergnügliche, temporeiche Szenenfolge, in der die Darsteller ihrem komödiantischem Übermut freien Lauf lassen und für ausgiebige Lachsalven sorgen.