VVV sucht Exponate vom „Stadtwappen“

Das „Stadtwappen“ in den 1970er Jahren. (Foto: VVV)

Ausstellung „Burgdorfer Häuser und Geschichten“ wird vorbereitet

BURGDORF (r/jk). Der VVV und die Stadt Burgdorf haben in der Zeit von 1992 bis 2009 in fünf Ausstellungen „Burgdorfer Häuser und Geschichten“ mit besonderem historischem Charakter vorgestellt. Momentan laufen die Vorarbeiten für die am Sonnabend, 25. August, beginnende sechste Häuser-Ausstellung auf Hochtouren. Die stadtgeschichtliche Schau ist bis zum 14. Oktober in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu sehen. Alle Gebäude der in größeren Intervallen präsentierten Ausstellungsreihe stammen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert und sind in fast makellosem Zustand erhalten geblieben. Sie alle sind steinerne Zeugen vergangener Epochen und erhaltenswerte Schmuckstücke der Auestadt.
Neben Zeichnungen und Fotos aus alter und neuer Zeit sind auch Erinnerungsstücke, die eine Beziehung zu den Gebäuden oder ihren Bewohnern haben, zu sehen. Im Zentrum der Ausstellung stehen u.a. die Hannoversche Neustadt 42 (ehemals „Stadtwappen“), Burgdorfer Straße 33 (Otze), Worthstraße 36 (Gasthaus ohne Bahnhof, Otze), Schmiedestraße 25, Marktstraße 8 und 24, Schlosstraße 4 (Amtsgericht), Kleiner Brückendamm 37 (Haus Paysen), Vor den Höfen 24 (Hülptingsen), Hauptstraße 7 (Sorgensen) und Salzstraße 6 (Gasthaus Hüsing, Dachtmissen). Die Projektgruppe um Christel Hoffmann-Pilgrim, Eckhard Leiser, Gero von Oettingen, Helmut Treichel und Anke Gehrke ist noch auf der Suche nach Exponaten, die mit diesen Häusern im Zusammenhang stehen.
Mit besonderem Nachdruck läuft zurzeit die Recherche nach Dokumenten zur Geschichte des „Stadtwappens“. In der heutigen Einkaufszeile in der Hannoverschen Neustadt war viele Jahre die Gaststätte „Stadtwappen“ beheimatet, die Schauplatz zahlloser Versammlungen der örtlichen Vereine war. Unzählige Burgdorfer haben im Saal des Lokals das Tanzbein geschwungen und sich eine heiße Sohle geholt. In dem Gebäude befanden sich bis vor dem Zweiten Weltkrieg auch eine Dampf- und Kornbrandwein-Brennerei und eine 1910 eröffnete Warmbadeanstalt (nicht zu verwechseln mit einem Schwimmbad). Wer Exponate zum „Stadtwappen“ oder zu den anderen Häusern in seinem Besitz hat und der Ausstellung als Leihgabe zur Verfügung stellen möchte, kann sich an die VVV-Geschäftsstelle, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862, wenden.