VVV-JuniorClub auf den Spuren der „Biene Maja“

Die Kinder nahmen die Bienenvölker im Schutzanzug in Augenschein. (Foto: VVV)

Imkerin Annette König stellte ihre Bienenvölker vor

BURGDORF (r/jk). Zehntausende summende Bienenflügel bildeten den akustischen Hintergrund für den 76. VVV-JuniorclubTag, bei dem den fünfzehn Teilnehmern im Alter von 8 bis 15 Jahren und Clubleiterin Sabine Fuchs eine spannende Begegnung mit dem Bienenstaat der Hobby-Imkerin Annette König bevorstand.
Ihre Heimstatt haben die Bienen im Kleingartenverein „Drei Eichen“, dessen von Nutzpflanzen, Blumen, Sträuchern und Obstbäumen geprägte Umgebung ideale Lebensbedingungen für die Bienen garantiert. Die seit ungefähr vier Jahren aktive Imkerin eignete sich ihre Kenntnisse beim Imkerverein Langenhagen an und zog danach ihre ersten eigenen Bienenvölker auf. Bis zu 60.000 Bienen bilden im Sommer ein Bienenvolk, das sich im Winter auf ungefähr 15.000 reduziert.
Annette König stellte den Kindern vor, welchen Platz die Biene in der Natur einnimmt. So würde es ohne die Bestäubung durch die Bienen viele Früchte nicht geben. Sehr anschaulich verriet die Imkerin, wie aus dem von den Bienen gesammelten Nektar in den Waben Honig entsteht und nach der Behandlung in der Honigschleuder in die Gläser für den Endverbraucher kommt. Die ClubTag-Teilnehmer erfuhren, dass in den Bienenstöcken eine strenge Aufgabenverteilung herrscht. Dabei kommt der Königin die wichtigste Funktion zu, da sie mit bis zu 2000 Larven am Tag für permanenten Nachwuchs in den Bienenwaben sorgt. Ihr ist mit vier Jahren die längste Lebensspanne beschieden. Im Verantwortungsbereich der männlichen Drohnen liegt es, so oft wie möglich für die erfolgreiche Befruchtung der Königin zu sorgen. Den Bienenstaat bevölkern als dritte Gruppe die Arbeiterinnen, die alle im laufenden Betrieb anfallenden Aufgaben übernehmen. Bereits sechs Tage nach dem Schlüpfen helfen sie beim Bau neuer Bienenwaben und sammeln später auf ihren täglichen, bis zu 3 Kilometer langen Flügen Nektar, Pollen und Wasser. Ihr arbeitsintensiver Lebensalltag hat zur Folge, dass sie in der Regel schon nach fünf Wochen sterben.
Alle Kinder erhielten einen Imkerschutzanzug, mit dem sie auf direkte Tuchfühlung mit den Bienen gehen konnten. Wie Annette König versicherte, handelt es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, da Bienen in der Regel keinerlei Neigung haben, einen Menschen zu stechen. Umschwirrt von zahllosen emsigen Bienen, zeigte die Imkerin den Kindern, wie es im Inneren des Bienenstockes aussieht und mit welchen Maßnahmen das Wohlergehen der Tiere unterstützt werden kann. Dabei durften die Kinder die drei verschiedenen Bienengruppen heraussuchen. Mit großer Begeisterung nutzten die JuniorClub-Teilnehmer die Gelegenheit, den unverfälschten Honig direkt aus der Waabe zu probieren und den Geschmack mit schon mehrere Jahre altem Honig zu vergleichen. Am späten Nachmittag endete ein weiterer kurzweiliger JuniorClubTag, der den beteiligten Jungen und Mädchen ein paar erlebnisreiche Stunden in der freien Natur bereitete und ihnen zeigte, wie die Artgenossinnen der berühmten Fernsehbiene „Maja“ Tag für Tag leckeren Honig produzieren.