Vortrag zu den Stolpersteinen

Gravur des Stolpersteins zum Gedenken an die Verbrechen im Nationalsozialismus. (Foto: Privat)

Veranstaltungen des AK Gedenkweg

Burgdorf (r/gg). Für Donnerstag, 11. November, lädt der Arbeitskreis (AK) Gedenkweg um 17 Uhr zu einer Veranstaltung im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses, Spittaplatz 5, ein. Musikalisch begleitet von Matthias Schorr und Michael Schalamov versuchen soll es einen Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart geben. Erinnert wird am Beispiel der Burgdorfer Familie Emil Cohn an deutsch-jüdische Vertreibungsschicksale im Nationalsozialismus. Zudem werden Migrationsbiographien der im Jahr 2015 nach Deutschland geflüchteten Menschen aufgezeigt.
Die Veranstaltung findet unter 2-G-Coronaregeln statt. Um Anmeldung bis Donnerstag, 4. November, wird gebeten: E-Mail info@juedische-geschichte-burgdorf.info oder Telefon 05177 11 19 421. Einlass zur Veranstaltung beginnt um 16.15 Uhr, damit Abstands- und Kontrollregeln eingehalten werden können.
Am Freitag, 12. November, um 11 Uhr wird Gunter Deming Stolpersteine verlegen. In der Gartenstraße 44 wird ein Stein für Heinz Cohn, seine Mutter Margarethe und seine Schwester Hildegard verlegt. Heinz wurde Opfer der nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorde. In der Wallgartenstraße 38 wird 30 Minuten später an Emil Cohn, seine Frau, Söhne und Töchter erinnert. Einigen von ihnen gelang es, rechtzeitig auszuwandern und im Exil eine neue Heimat zu finden. Die Veranstaltung ist öffentlich unter den dann geltenden Corona-Regeln für Freiluftveranstaltungen.
Der übliche Gedenkweg am 9. November findet in diesem Jahr wegen der Veranstaltungen im Umfeld nicht statt. Nachmittags wird die Sprecherin des Arbeitskreises, Judith Rohde, mit Vorkonfirmanden der Martin-Luther-Kirchengemeinde einen Rundgang zu den Stolpersteinen machen.