Vortrag über Rom

In seinem Vortrag wird Alexander Mlasowsky auch über das berühmte Forum Romanum sprechen. (Foto: privat)

Archäologie und Reiseführer Alexander Mlasowsky gibt Einblicke in Architektur und Geschichte

Burgdorf (r/fh). Bei einem Vortragsabend gibt der Archäologie und Reiseführer Alexander Mlasowsky einen Einblick in die Geschichte und Architektur Roms. Er beginnt am Mittwoch, 15. Juni, um 19 Uhr im JohnnyB., Sorgenser Straße 30. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und dem Reisebüro Honemann statt. Teilnehmerkarten gibt es im Reisebüro Honemann, Poststraße 8a, Telefon (05136) 85008.
Mlasowsky reist regelmäßig nach Rom und kennt sich dort bestens aus. „Es ist die einzige Stadt in Europa, die kontinuierlich auf eine über 2.500 Jahre alte Baugeschichte zurückblicken kann“, erläutert er die Besonderheit. Bei dem berühmten gewordenen Gründungsdatum 753 v. Chr. handele es sich um eine fiktive Angabe. Sie gehe auf den römischen Geschichtsschreiber Varro zurück, der kurz vor Christi Geburt lebte. Die literarischen Quellen und archäologischen Grabungen zeigten jedoch, dass verschiedene seit etwa dem mittleren 8. Jahrhundert v. Chr. von etruskischen Königen beherrschte Völker in dem Gebiet lebten. Sie führten die Siedlungen auf den Hügeln zu einer ländlichen Stadt zusammen, die verkehrsgünstig an der Salzstraße lag, die von der Küste bis ins Gebirge verlief. Dadurch entwickelte sich Rom zu einem interessanten Handelsplatz
Nach dem Rückblick auf die Gründungsgeschichte erläutert Alexander Mlasowsky, dass gegen des 6. vorchristlichen Jahrhunderts ein Verfassungswechsel zu einer Regierung der adeligen Familien führte und schließlich in eine lange Phase der Alleinherrschaft der römischen Kaiser mündete. Diese währte bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. Viele bis heute berühmte Bauten, unter anderem die Foren, das Kolosseum, die Tempel, Thermenanlagen und Triumphbögen, stammen aus dieser Epoche.
Die Zuhörer erfahren zudem, welche Ursachen zum Niedergang des römischen Reiches, zur Abspaltung des Oströmischen (Byzantinischen) Reiches und zum weitgehenden Zerfall der städtischen Infrastruktur in Rom führten. Im anschließenden Mittelalter, in der Renaissance und im Barock entstanden viele bedeutende prunkvoll ausgestattete Sakralbauten, auf die der Referent ebenfalls eingeht. Unter den Kirchen sticht dabei vor allem der Petersdom heraus.