Vortrag über „Frauen im Rechtsextremismus“

Weibliche Strategien in sozialer Arbeit, Nachbarschaft und Vereinen

BURGDORF (r/jk). Die Rolle der Frauen im Rechtsextremismus findet bislang nur wenig Beachtung. Dies wird auch im Prozess gegen die NSU deutlich. Rechtsextreme sind jung, männlich und gewaltbereit, so die gängige Meinung.
Die Anzahl der Frauen in der rechtsextremen Szene nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Sie sind keineswegs nur ‚die Freundin von’ oder ‚Mitläuferinnen’. Sie sind gut organisiert und auf allen politischen Ebenen aktiv. Sie sind aufgefordert, soziale Berufe zu ergreifen, um Einfluss auf Kinder und Jugendliche nehmen zu können.
Dr. Esther Lehnert von der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu-Antonio Stiftung in Berlin informiert in einem Vortrag mit anschließender Diskussion am Dienstag, 18. Juni, von 16.00 bis 18.00 Uhr im Ratssaal der Stadt Burgdorf, Spittaplatz 5, über die Rolle und Funktionen der Frauen und klärt Fragen zum Umgang mit rechten Frauen in Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen und Schulen, in Nachbarschaft und Vereinen.
Im Rahmen der Veranstaltung kann die Ausstellung ‚Frauen im Rechtsextremismus’ des Zentrums für demokratische Bildung in Wolfsburg besichtigt werden. Anmeldung bitte unter wiede@lehrte.de oder Tel. 05132/505108.
Die Veranstalterinnen weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie sich vorbehalten, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören bzw. der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder auszuschließen.