Vorhang auf nach langer Pause

Das Solo-Musical „The Kraut − ein Marlene Dietrich-Abend" mit Silke Dubilier in der Hauptrolle ist eine Hommage an die legendäre Filmdiva und gibt zugleich intime Einblicke in ihr Seelenleben abseits der schillernden Fassade von Hollywood. (Foto: T. Behind-Photographics)
 
Zum Auftakt steht am 10. September die Kult-Komödie "Ein Käfig voller Narren" auf dem Programm. (Foto: privat)

Im September soll die neue Spielzeit im Theater am Berliner Ring beginnen

Burgdorf (r/fh). Nach langer Pause soll sich der Vorhang im Theater am Berliner Ring im September wieder öffnen. Wegen der Corona-Epidemie musste die Saison 2019/20 vorzeitig beendet werden und die Saison 2020/21 ist komplett ausgefallen. Nun haben der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und die Stadt Burgdorf das Programm für die neue Spielzeit zusammengestellt.
Und zum Auftakt ist gleich eine Besonderheit geplant: Am 10. September gastiert die Braunschweiger Komödie am Altstadtmarkt mit dem Stück „Ein Käfig voller Narren“ in Burgdorf. In der Hauptrolle tritt Travestie-Star Lilo Wanders auf. Vom 15. Oktober 2021 bis zum 10. Juni 2022 sind dann sieben neue Gastspiele des Theaters für Niedersachsen zu sehen.
Die Aufführungen beginnen jeweils freitags um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums, Berliner Ring 27. Für das Publikum gibt es ab 19.30 Uhr eine kostenlose Einführung in die Bühnenhandlung. Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Abonnements sind bereits im Vorverkauf erhältlich bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862. Dabei stehen unterschiedliche Pakete zur Auswahl, die beispielsweise den Eintritt für vier, fünf oder alle acht Aufführungen beinhalten.

Das Programm

● 10. September:
Ein Käfig voller Narren
Die Kult-Komödie stammt aus der Feder des französischen Schauspielers und Regisseurs Jean Poiret. Sie wird von einem Ensemble der „Braunschweiger Komödie am Altstadtmarkt“ aufgeführt. In der Hauptrolle tritt Travestie-Star Lilo Wanders auf. Nach ihrem Debüt im Schmidt-Theater in Hamburg, moderierte die Kult-Diva mit Corny Littmann und Marlene Jaschke vier Jahre lang die legendäre SchmidtMitternachts-Show im NDR und präsentierte die Sendung „Wa(h)re Liebe“ beim Sender VOX. Seither steht sie mit eigenen kabarettistischen Programmen auf der Bühne.

● 15. Oktober:
Sarg niemals nie
In dem Musical will ein findiger Bestatter sein marodes Beerdigungsinstitut mit ungewöhnlichen Methoden und viel schwarzem Humor vor dem Ruin retten.

● 26. November: Medea
Die Tragödie von Pierre Corneille basiert auf einer Geschichte aus der griechischen Mythologie, in der eine Frau ihre eigenen Kinder tötet, um sich an ihrem untreuen Ehemann zu rächen.

● 21. Januar: The Kraut – ein Marlene Dietrich-Abend
Das Solo-Musical ist eine Hommage an die legendäre Filmdiva und gibt zugleich intime Einblicke in ihr Seelenleben abseits der schillernden Fassade von Hollywood. Dazu erklingen ihre größten Hits, wie beispielsweise „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Sag mir, wo die Blumen sind“ und „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin“.

● 11. Februar:
Good bye, Lenin!
Die Komödie basiert auf dem gleichnamigen Kinofilm aus dem Jahr 2003. Im Mittelpunkt steht eine ehemalige staatstreue DDR-Bürgerin, die nach einem Herzinfarkt den Mauerfall und damit den Untergang der DDR verschläft. Als sie wieder aufwacht, versucht ihr Sohn, ihr auf alle erdenkliche Weise vorzugaukeln, dass ihre geliebte DDR weiterhin existiert, um ihr schwaches Herz zu schonen. Dies führt zu vielen hinreißend komischen, aber auch tief berührenden Szenen.

● 25. März:
Adolf - Der Bonker
Die Tragikomödie des Autors und Zeichners Walter Moers handelt von Adolf Hitlers letzten Tagen im Bunker in Berlin. Sie stellt den Diktator, Kriegsverbrecher und Völkermörder als Witzfigur und selbstverliebtem Egomanen dar.

● 22. April: „Kinky Boots – ziemlich scharfe Stiefel“
Das Musical handelt von einer Schuhfabrik, die in eine finanzielle Schieflage geraten ist und mit ungewöhnlichen Ideen versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Das Stück wurde mit sechs Tony-Awards ausgezeichnet.

●10. Juni –
„Unter der Drachenwand“
Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arno Geiger. Es spielt im Jahr 1944 und schildert den Konflikt zwischen einem nazitreuen Onkel und seinem kriegsüberdrüssigen Neffen. Die erbitterte Auseinandersetzung zwischen den beiden endet letztlich tödlich.